Start/Angelwissen
Das Angel-Lexikon

Angelwissen

Steckbriefe zu allen Zielfischen, Techniken, Montagen und Begriffen — verständlich erklärt, mit Beispielen aus der Praxis. Dein Nachschlagewerk fürs Wasser.

Fernreise & Abenteuer

Exoten weltweit

Zielfische für die große Angelreise — von Peacock Bass bis Taimen, geführt durch spezialisierte Auslands-Guides.

Exot

Peacock Bass

Der Peacock Bass ist der explosivste Süßwasser-Raubfisch Südamerikas — ein aggressiver Buntbarsch, berühmt für brutale Topwater-Attacken.

Schonzeit: im Zielland
Exot

Golden Dorado

Der Golden Dorado ist der „Flusstiger“ Südamerikas — ein goldener, springfreudiger Raubfisch mit Bulldoggen-Kiefer und enormer Kraft.

Schonzeit: im Zielland
Exot

Taimen

Der Taimen ist der größte Lachsfisch der Welt — ein urzeitlicher Riesen-Räuber der sibirischen und mongolischen Wildflüsse, der sogar Mäuse jagt.

Schonzeit: streng geschützt / nur C&R
Exot

Tigerfisch

Der afrikanische Tigerfisch ist ein silberner Hochgeschwindigkeits-Räuber mit messerscharfem Gebiss — Afrikas berühmtester Sportfisch.

Schonzeit: im Zielland
Exot

Giant Trevally (GT)

Der Giant Trevally ist der gefürchtetste Räuber der tropischen Flats — eine silberne Muskelmaschine, die Popper an der Oberfläche regelrecht zerlegt.

Schonzeit: im Zielland
Exot

Tarpon

Der Tarpon ist der „Silberkönig“ der Tropen — ein riesiger, silbern gepanzerter Küstenfisch, berühmt für meterhohe, kopfschüttelnde Sprünge.

Schonzeit: im Zielland
Exot

Bonefish

Der Bonefish ist der „graue Geist“ der Flats — ein scheuer, silberner Sichtfisch, der für seine atemberaubend schnellen Fluchten gefeiert wird.

Schonzeit: im Zielland
Exot

Arapaima

Der Arapaima (Pirarucu) ist einer der größten Süßwasserfische der Welt — ein luftatmender Urzeit-Gigant des Amazonas mit gepanzerten Schuppen.

Schonzeit: streng reguliert / managed C&R
Exot

Payara (Vampirfisch)

Der Payara ist der „Vampirfisch“ des Amazonas — ein silberner Stromschnellen-Räuber mit zwei dolchartigen Fangzähnen von bis zu 15 cm.

Schonzeit: im Zielland
Exot

Barramundi

Der Barramundi ist Australiens Sportfisch Nummer eins — ein silberner Mündungsräuber mit harten Schlägen, Sprüngen und einem kuriosen Geschlechtswechsel.

Schonzeit: im Zielland
Exot

Amberjack (Bernsteinmakrele)

Kraftvoller Raubfisch der Felsriffe — ein begehrtes Jigging-Ziel für Angelreisen ins Mittelmeer und subtropische Gewässer.

Schonzeit: im Zielland prüfen
Exot

Blauer Marlin

Der König der Hochsee — der Blaue Marlin ist das ultimative Trophäenziel für Hochsee-Sportangler weltweit.

Schonzeit: ICCAT-reguliert; Catch & Release stark empfohlen
Exot

Schwertfisch

Meister der Tag-Nacht-Wanderung — der Schwertfisch ist ein mysteriöser Tiefseejäger und spektakuläres Hochsee-Sportfischziel.

Schonzeit: ICCAT/IOTC reguliert
Exot

Zackenbarsch (Dunkler Zackenbarsch)

Massiver Raubfisch der Mittelmeer-Riffe – kaum zu fangen, stark geschützt, legendär unter Tauchern.

Schonzeit: In vielen Mittelmeergebieten ganzjährig streng geschützt
Exot

Red Snapper

Leuchtend roter Tiefseefisch des Golfs von Mexiko mit charakteristischen roten Augen.

Schonzeit: Regionale Schonzeiten je nach US-Bundesstaat
Exot

Großer Barrakuda

Furchteinflößender Raubfisch der Tropen mit riesigem Maul und blitzschnellen Attacken.

Schonzeit: Keine allgemeine Schonzeit
Exot

Cobia (Offiziersbarsch)

Kraftpaket der Tropen: Langer Raubfisch mit abgeflachtem Kopf und explosivem Drill.

Schonzeit: Regionale Schonzeiten je nach Land und Bundesstaat
Exot

Königsmakrele (King Mackerel)

Irisierender Hochseeräuber des Atlantiks – schnell, bissig und ideal fürs Trolling.

Schonzeit: Regionale Schonzeiten je nach US-Bundesstaat
Exot

Gelbflossen-Thunfisch

Spektakulärer Hochseejäger mit gelben Sichelflossen – einer der wichtigsten Thunfischarten weltweit.

Schonzeit: Keine allgemeine Schonzeit; internationale Fangquoten
Glossar

Begriffe & Techniken von A–Z

AbhakmatteAusrüstungGepolsterte Matte, auf der größere Fische schonend abgehakt und versorgt werden.

Die Abhakmatte schützt den Fisch beim Abhaken, Wiegen und Fotografieren vor Verletzungen — vor allem die empfindliche Schleimschicht und die Augen. Sie gehört beim Karpfen- und Welsangeln zur Grundausstattung und sollte vor Gebrauch angefeuchtet werden.

BeispielDen Karpfen legst du auf die nasse Abhakmatte, löst den Haken und setzt ihn schonend zurück.
Eigene Begriffsseite öffnen
AnfütternTechnikEinbringen von Lockfutter vor dem Angeln, um Fische an einen Spot zu locken.

Anfüttern konzentriert Fische an einem bestimmten Punkt und hält sie dort. Beim Karpfenangeln werden Boilies oder Pellets per Hand oder Futte Rakete eingebracht; beim Friedfischangeln oft ein weicher Brei mit Stippkugeln.

BeispielDu fütterst 3 Tage vor dem Angeltermin täglich 200 g Pellets auf denselben Spot — am Angeltag stehen die Karpfen schon dort.
Eigene Begriffsseite öffnen
Angellizenz / FischereischeinAllgemeinStaatliche Erlaubnis zum Ausüben des Angelns — in Deutschland Pflicht.

In Deutschland braucht man zum Angeln zwingend den staatlichen Fischereischein (nach bestandener Prüfung oder als Touristenschein). Zusätzlich braucht man eine Erlaubniskarte für das jeweilige Gewässer vom Eigentümer oder Pächter.

BeispielDu bewirbst dich beim Fischereiamt für den Prüfungstermin, lernst Knoten, Fischkunde und Gesetze — nach der Prüfung erhältst du deinen lebenslangen Jahresfischereischein.
Eigene Begriffsseite öffnen
AnhiebTechnikDas schnelle Anheben der Rute beim Biss, das den Haken im Fischmaul setzt.

Der Anhieb verwandelt den Biss in einen Hakenkontakt: Durch zügiges Anheben oder Anreißen der Rute durchdringt die Hakenspitze das Maul. Timing und Härte hängen von Methode und Fisch ab — beim Posenangeln zügig, beim Karpfen-Selbsthakmontage oft gar nicht, beim Raubfisch kräftig.

BeispielTaucht die Pose ab, kommt der zügige Anhieb zur Seite — nicht nach oben, sonst ziehst du dem Fisch den Köder aus dem Maul.
Eigene Begriffsseite öffnen
BaitcasterAusrüstungRollentyp, bei der die Spule beim Werfen mitdreht — ermöglicht präzise schwere Würfe.

Die mitdrehende Spule ermöglicht kürzere, kraftvollere Würfe mit schweren Ködern und mehr Gefühl beim Führen. Anfänger müssen den Backlash (Überwurf) durch richtige Bremseneinstellung vermeiden.

BeispielBeim Jerkbait-Angeln nutzt du den Baitcaster, um den 40-g-Jerk präzise an Überständer zu bringen.
Eigene Begriffsseite öffnen
BissanzeigerAusrüstungElektronisches Gerät am Rutenhalter, das bei Schnurbewegung Ton- und Lichtsignal gibt.

Der Bissanzeiger erkennt Schnurbewegungen über eine Rolle oder einen piezoelektrischen Sensor und gibt einen akustischen Alarm. Unentbehrlich beim Karpfenangeln, wenn mehrere Ruten gleichzeitig stehen und der Angler keine permanent beobachten kann.

BeispielBeim Nacht-Karpfenangeln lässt du dich durch den Pip-Ton des Bissanzeigers alarmieren, bevor die Rute gezogen wird.
Eigene Begriffsseite öffnen
BoilieKöderGekochte Köderkugel aus Mehl, Eiern & Aromen — der Klassiker fürs Karpfenangeln.

Boilies sind durch ihre Härte selektiv (Kleinfische können sie nicht aufnehmen) und werden am Haar-Rig neben dem Haken angeboten. Es gibt sinkende und schwimmende (Pop-up) Varianten.

BeispielDu legst einen 20-mm-Boilie am Haar ab und fütterst eine Handvoll gleicher Kugeln als Lockfutter darüber.
Eigene Begriffsseite öffnen
BrackwasserAllgemeinMischzone aus Süß- und Salzwasser — etwa in Flussmündungen und Boddengewässern.

Brackwasser entsteht, wo Flüsse ins Meer münden oder in Küstengewässern wie den Bodden. Der schwankende Salzgehalt schafft einzigartige Reviere, in denen sich Süß- und Salzwasserarten mischen — von Hecht und Barsch bis Meerforelle und Hornhecht.

BeispielIm Brackwasser der Boddenkette stehen kapitale Hechte direkt neben wandernden Meerforellen.
Eigene Begriffsseite öffnen
BrandungsangelnTechnikAngeln vom Meeresstrand durch die Brandung — meist mit langen Wurfgeräten.

Bei der Nordsee und Ostsee werden robuste Brandungsruten (ab 3,6 m) mit schweren Bleien eingesetzt, um durch die Wellen weit genug ins Meer zu werfen. Köder sind meist Sandwürmer, Wattwürmer oder Muschelköder.

BeispielAn der Nordseeküste wirfst du bei aufkommendem Westwind mit 150 g Klauenblei und Sandwurm 80 m weit — der Dorsch steht direkt hinter der Brandungszone.
Eigene Begriffsseite öffnen
BuhneAllgemeinQuer zum Ufer gebautes Steinwehr an Flüssen — dahinter sammeln sich Fische.

Buhnen lenken die Strömung zur Flussmitte und verhindern Ufererosion. Im Buhnenfeld (zwischen zwei Buhnen) ist das Wasser ruhiger — Fische stehen dort, um zu ruhen oder zu jagen. Der Buhnenkopf (Ende) ist ein klassischer Raubfisch-Hotspot.

BeispielAm Rhein wirfst du die Gummifisch-Montage hinter den Buhnenkopf und lässt sie mit der Strömung abtreiben — der Zander attackiert direkt am Ende.
Eigene Begriffsseite öffnen
Catch & ReleaseAllgemeinPraxis des schonenden Zurücksetzens gefangener Fische.

Beim Catch & Release wird der Fisch so schnell und schonend wie möglich gehakt, gelandet und zurückgesetzt. Wichtig: nasse Hände, kurze Wasserzeit, kein Druck auf Organe. Barbless Hooks (bartlose Haken) erleichtern das Aushaken.

BeispielDu fotografierst den 85-cm-Hecht schnell im Wasser, drehst ihn in deine nassen Hände und lässt ihn davonschwimmen.
Eigene Begriffsseite öffnen
CheburashkaMontageAustauschbares Rundblei, das über zwei Ösen schnell mit Haken und Köder verbunden wird.

Bei der Cheburashka hängt das Blei beweglich an einem Wirbel.">Sprengring, der Haken ist separat. So lässt sich das Gewicht in Sekunden wechseln, ohne den Köder neu zu montieren, und der Gummifisch läuft besonders beweglich. Beliebt beim Barsch- und Zanderangeln.

BeispielWird das Wasser tiefer, tauschst du nur die 10-g- gegen eine 18-g-Cheburashka.
Eigene Begriffsseite öffnen
Circle-HookAusrüstungStark eingebogener Haken, der fast immer im Maulwinkel fasst statt geschluckt zu werden.

Beim Circle-Hook ist die Spitze nach innen gebogen. Der Fisch hakt sich beim Abziehen selbst sauber im Maulwinkel — ein harter Anhieb entfällt sogar. Das senkt die Schluckhaken-Quote drastisch und macht ihn zur ersten Wahl beim Naturköderangeln mit Release-Absicht.

BeispielBeim Aalangeln mit Köderfisch verhindert der Circle-Hook das tiefe Schlucken und fasst zuverlässig im Maul.
Eigene Begriffsseite öffnen
DendrobenaKöderRobuster, mittelgroßer Wurm — ein hervorragender Allround-Naturköder.

Die Dendrobena ist zäher und länger haltbar als der Tauwurm und bewegt sich am Haken besonders aktiv. Sie fängt von Barsch und Aal über Forelle bis zu allen Friedfischen und ist im Handel ganzjährig erhältlich.

BeispielEine ganze Dendrobena am Grundblei bringt abends zuverlässig Barsch und Aal.
Eigene Begriffsseite öffnen
DownriggerAusrüstungGerät am Boot, das einen Köder über eine Gewichtskugel auf eine exakte Tiefe bringt.

Der Downrigger trägt ein schweres Blei (2–10 kg) an einer Seilwinde; die Angelschnur wird mit einer Freigabeklemme am Blei befestigt. Bei Biss klinkt der Fisch die Klemme aus — Angler und Fisch stehen in direktem Drahtkontakt, ohne das Gewicht.

BeispielAuf dem Bodensee exakt auf 40 m schleppen — per Downrigger stellst du die Tiefe centimetergenau ein.
Eigene Begriffsseite öffnen
DriftsackAusrüstungStoff-Parabolanker, der hinter dem Boot ins Wasser gegeben wird und die Drift verlangsamt.

Bei starkem Wind oder Strömung kann ein Boot zu schnell treiben — der Driftsack bremst ab und ermöglicht gleichmäßig langsames Vertikalangeln. Er wird am Bug oder Heck befestigt und je nach Bootsgröße als Einzelsack oder Doppelsack eingesetzt.

BeispielBei Windstärke 4 auf dem Chiemsee setzt du den Driftsack am Bug aus — jetzt treibt das Boot gleichmäßig mit 0,3 km/h.
Eigene Begriffsseite öffnen
DrillAllgemeinDas Ausführen des gehakten Fisches bis zur Landung.

Im Drill wird über Bremse und Rutenwinkel Druck ausgeübt, ohne dass die Schnur reißt oder der Haken ausschlitzt. Ein sauber eingestellter Bremsschlepp ist entscheidend.

BeispielBeim Fluchtversuch eines Großhechts gibst du über die Bremse Schnur frei und pumpst ihn in ruhigen Phasen wieder heran.
Eigene Begriffsseite öffnen
Drillinge / DrillingMontageHaken mit drei Spitzen in einer Einheit — an den meisten Hardbait-Ködern montiert.

Drillinge erhöhen die Hakquote bei schnell attackierten Kunstködern, da mindestens eine Spitze fast immer trifft. Sie können durch barbless (bartlose) Versionen ersetzt werden — das erleichtert das Aushaken beim Catch & Release erheblich.

BeispielBeim Wobbler tauschst du die Standard-Drillinge gegen barblose Größe 4 — Hakquote bleibt gleich, Aushaken geht in Sekunden.
Eigene Begriffsseite öffnen
Drop-ShotMontageFinesse-Montage mit Blei am Schnurende und Haken darüber, Köder schwebt frei.

Das Blei sitzt am Ende der Schnur, der Haken wird per Palomarknoten 20–60 cm darüber gebunden. Der Köder schwebt verführerisch im Wasser, ohne den Grund zu berühren — ideal für passive Fische.

BeispielAn einer Hafenkante hängst du das Blei auf Grund und zupfst den kleinen Gummiköder auf 30 cm Höhe an — der Barsch nimmt ihn im Stand.
Eigene Begriffsseite öffnen
EcholotAusrüstungGerät, das per Schallwellen Wassertiefe, Grund und Fische sichtbar macht.

Das Echolot sendet Schallimpulse zum Grund und zeigt aus den Reflexionen Tiefe, Bodenstruktur und Fischsicheln an. Moderne Geräte liefern Live-Bilder vom Köder und den Fischen.

BeispielBeim Vertikalangeln verfolgst du am Echolot, wie der Zander deinem Gummifisch folgt.
Eigene Begriffsseite öffnen
EntnahmefensterAllgemeinGrößenbereich, in dem ein Fisch entnommen werden darf — schützt kleine und große Laichfische zugleich.

Ein Entnahmefenster legt neben dem Mindestmaß auch ein Höchstmaß fest. Entnommen werden darf nur, was dazwischen liegt; besonders große, fruchtbare Laichfische bleiben so im Bestand. Manche Vereine setzen Entnahmefenster freiwillig zum Schutz kapitaler Fische ein.

BeispielBeim Zander gilt ein Entnahmefenster von 50 bis 70 cm — der kapitale 85er wird schonend zurückgesetzt.
Eigene Begriffsseite öffnen
FaulenzermethodeTechnikKöderführung, bei der nur über die Rollenkurbel — nicht die Rute — geführt wird.

Nach dem Auswurf sinkt der Gummifisch zu Grund; dann werden 1–3 Kurbelumdrehungen gemacht und wieder abgewartet. Die Bisserkennung erfolgt über das kontrollierte Absinken.

BeispielDu wirfst weit aus, lässt den Köder auf Grund sinken, machst zwei Kurbelumdrehungen, Pause — beim nächsten Absinken bleibt die Schnur stehen: Anhieb!
Eigene Begriffsseite öffnen
FeststellposeMontageFest auf der Schnur fixierte Pose für flaches bis mittleres Wasser.

Die Feststellpose wird an zwei Punkten fest auf der Schnur geklemmt; die Angeltiefe entspricht dem Abstand von Pose zu Haken. Sie ist präzise und unkompliziert, aber auf Tiefen bis etwa Rutenlänge begrenzt, da die feste Montage sonst nicht mehr werfbar ist.

BeispielIm flachen Vereinsteich fischst du mit der Feststellpose auf 1,20 m punktgenau über dem Krautbett.
Eigene Begriffsseite öffnen
FG-KnotenKnotenSchlanke, hochbelastbare Verbindung zwischen geflochtener Hauptschnur und Fluorocarbon-Vorfach.

Der FG-Knoten verbindet zwei Schnüre über viele Verflechtungen statt über einen dicken Knoten. Er läuft fast widerstandslos durch die Ringe — Voraussetzung für weite Würfe.

BeispielVor dem Meerforellen-Angeln spleißt du 1,2 m Fluorocarbon per FG-Knoten an die Geflochtene.
Eigene Begriffsseite öffnen
FischereischeinAllgemeinAmtlicher Nachweis, der in den meisten Bundesländern nach einer Prüfung zum Angeln berechtigt.

Der Fischereischein wird nach bestandener Fischerprüfung ausgestellt und ist in den meisten Bundesländern Voraussetzung fürs Angeln. Zusätzlich braucht man fast immer einen gewässerbezogenen Erlaubnisschein. Die genauen Regeln sind regional unterschiedlich.

BeispielMit gültigem Fischereischein kaufst du eine Tageskarte für den Vereinssee und darfst dort angeln.
Eigene Begriffsseite öffnen
FliegenfischenTechnikAngeln mit (fast) gewichtslosen Kunstfliegen, getragen vom Gewicht der Fliegenschnur.

Da die Fliege selbst kaum wiegt, wird beim Werfen die schwere Fliegenschnur beschleunigt. Über Vorfach und Wurftechnik wird die Fliege präzise platziert — eine eigene, anspruchsvolle Angelkunst.

BeispielAn einem Forellenbach legst du eine Trockenfliege oberhalb des Standplatzes ab und lässt sie natürlich über den Fisch treiben.
Eigene Begriffsseite öffnen
FluorocarbonAusrüstungNahezu unsichtbares Vorfachmaterial mit ähnlichem Brechungsindex wie Wasser.

Fluorocarbon (PVDF) bricht Licht nahezu wie Wasser — für Fische praktisch unsichtbar. Es ist steifer und schwerer als Mono, sinkt schneller und ist abriebfest. Ideal als Vorfach bei scheuen Fischen oder im Klarwasser.

BeispielAuf klaren Zanderposen bindest du 0,35 mm Fluorocarbon als 1-m-Vorfach — die Bisse kommen sofort häufiger.
Eigene Begriffsseite öffnen
FutterkorbAusrüstungKleiner Korb, der Lockfutter punktgenau zum Köder bringt — Herzstück des Feederangelns.

Der Futterkorb wird mit feuchtem Grundfutter oder Pellets gefüllt und mit dem Köder ausgeworfen. Am Grund löst sich das Futter und lockt einen Schwarm direkt an den Haken. Es gibt offene Körbe, geschlossene Maden-Körbe und Method-Körbe.

BeispielDu füllst den Futterkorb mit Maden und Grundfutter und wirfst immer denselben Spot an, bis die Brassen stehen.
Eigene Begriffsseite öffnen
Geflochtene SchnurAusrüstungNahezu dehnungsfreie Schnur aus verflochtenen Fasern — überträgt jeden Kontakt direkt.

Weil Geflecht kaum dehnt, spürst du selbst feinste Zupfer und setzt den Anhieb verzögerungsfrei. Wegen der Sichtbarkeit wird meist ein Fluorocarbon-Vorfach vorgeschaltet.

BeispielMit 0,10-mm-Geflecht merkst du den zaghaften „Tock" eines Zanders sofort.
Eigene Begriffsseite öffnen
GewässerordnungAllgemeinDas verbindliche Regelwerk eines konkreten Gewässers — von Schonzeiten bis Fangmenge.

Die Gewässerordnung legt für das jeweilige Gewässer fest, was erlaubt ist: Mindestmaße, Schonzeiten, erlaubte Methoden, Fangbegrenzungen, Nachtangelregeln und Sperrbereiche. Sie liegt dem Erlaubnisschein bei und ist verbindlich — vor dem Angeln lesen.

BeispielLaut Gewässerordnung sind hier nur zwei Raubfische pro Tag erlaubt und das Nachtangeln ist verboten.
Eigene Begriffsseite öffnen
GrundbleiMontageBleigewicht, das die Montage am Gewässergrund verankert.

Als Lauf- oder Festblei hält es den Köder an Ort und Stelle und überträgt beim Laufblei den Biss bissfrei zur Rute. Form und Gewicht richten sich nach Strömung und Wurfweite.

BeispielAm Fluss nutzt du ein 80-g-Krallenblei, damit die Karpfenmontage in der Strömung liegen bleibt.
Eigene Begriffsseite öffnen
GummifischKöderWeichplastik-Köder in Fischform mit verführerischem Schwanzspiel.

Gummifische werden auf einen Jigkopf gezogen und imitieren einen flüchtenden Beutefisch. Der Tail (Schaufel- oder Spitzschwanz) erzeugt beim Einholen Druckwellen und Vibration.

BeispielEin 12-cm-Shad in „Roach" am 18-g-Kopf ist ein Allround-Setup auf Zander an mittelgroßen Flüssen.
Eigene Begriffsseite öffnen
Haar-RigMontageKarpfenmontage, bei der der Köder per kurzem Faden neben statt am Haken hängt.

Das „Haar" ist ein 2–5 cm langes Schnurstück, das am Hakenbogen befestigt ist. Der Boilie oder Mais sitzt am Haar — der Haken selbst ist köderlos. Beim Einsaugen nimmt der Karpfen Köder und Haken auf, der Haken setzt sich automatisch.

BeispielDu fädelst einen 20-mm-Boilie auf das Haar, befestigst ihn mit einem Stopper — dann knotst du den Haken ans Vorfach und legst die Montage am Grund ab.
Eigene Begriffsseite öffnen
HakenentfernerAusrüstungKleines Gerät zum schonenden Entfernen von tief geschluckten Haken.

Beim Catch-and-Release ist schnelles, schonendes Aushaken entscheidend. Der Hakenentferner schiebt den Haken zurück und löst ihn, ohne den Fisch übermäßig zu belasten.

BeispielDie Barsche beißen tief — mit dem Disgorger löst du den Haken in Sekunden, ohne den Fisch aus dem Wasser zu heben.
Eigene Begriffsseite öffnen
HegeneMontageAlpensee-Mehrköder-Montage: Blei am Ende, kleine Nymphen an 4–6 Seitenabsteckern.

Die Hegene ist das klassische System für Renken (Felchen) am Bodensee und anderen Alpenseen. Die kleinen Hakenspiesse imitieren Plankton; die Montage wird mit dem Boot abgesenkt und langsam auf und ab gepumpt.

BeispielDu lässt die Hegene mit 5 Mini-Nymphen auf 20 m ab, pumpst sie in 1-m-Hüben auf und ab — nach zwei Minuten zeigt die Rutenspitze den Doppelbiss.
Eigene Begriffsseite öffnen
Inline-MontageMontageKarpfenmontage, bei der das Blei auf der Hauptschnur läuft und bei Schnurbruch fällt.

Das Inline-Blei wird auf die Schnur aufgefädelt und mit einem Gummistopper gesichert. Der Vorteil: Bei Schnurbruch gleitet das Blei ab, der Karpfen schleppt kein Gewicht. Hygienischer und tierschonenender als Festbleimontagen.

BeispielDu setzt einen 60-g-Inline-Cylinder mit Freedomclip auf die Hauptschnur — bei Schnurbruch läuft das Blei sofort ab.
Eigene Begriffsseite öffnen
JerkbaitKöderGroßer, oft tauchschaufelloser Hartköder, der durch Rutenschläge zum Leben erweckt wird.

Jerkbaits haben keinen Eigenlauf — erst die ruckartigen Rutenschläge („Jerks") lassen sie unregelmäßig ausbrechen. Das imitiert einen verletzten Fisch und reizt Großhechte zum Biss.

BeispielÜber einem Krautfeld jerkst du den Köder in kurzen Schlägen mit Pausen — der Hecht attackiert meist im Stillstand.
Eigene Begriffsseite öffnen
Jig / JigkopfKöderBleikopf mit Haken, auf den ein Gummiköder aufgezogen wird.

Der Jigkopf beschwert den Gummiköder, bringt ihn auf Tiefe und sorgt für das typische Auf-und-Ab-Spiel. Das Gewicht wird an Tiefe und Strömung angepasst.

BeispielFür 4 m Tiefe ohne Strömung reicht ein 10-g-Jigkopf; im Rheinstrom brauchst du eher 20–30 g, um Grundkontakt zu halten.
Eigene Begriffsseite öffnen
JigkopfMontageHaken mit angegossenem Bleikopf — die Basismontage fürs Gummifischangeln.

Der Jigkopf beschwert den Gummifisch und bestimmt sein Absinkverhalten. Das Gewicht wird an Tiefe und Strömung angepasst: leicht für flaches, klares Wasser, schwer für Tiefe und Strom. Die Hakengröße richtet sich nach der Ködergröße.

BeispielDu ziehst einen 10-cm-Gummifisch auf einen 12-g-Jigkopf und führst ihn mit dem Faulenzen über Grund.
Eigene Begriffsseite öffnen
KescherAusrüstungNetz zum sicheren Landen des Fisches — schont Fisch und Angler.

Ein gummiertes, knotenloses Netz schützt die Schleimhaut des Fisches und verheddert keine Haken. Für Raubfisch sollte der Kescher groß genug und tief sein.

BeispielDen Hecht führst du im Drill kopfvoran in den gummierten Kescher.
Eigene Begriffsseite öffnen
KnicklichtAusrüstungChemisches Leuchtelement für die Bisssignalisierung beim Nachtangeln.

Knicklichthalter klemmen ans Rutenende oder auf die Pose; nach dem Knickeln leuchten sie mehrere Stunden. Alternativ gibt es batteriegetriebene LED-Nachtanzeiger. Unverzichtbar für Aal und Karpfen in der Nacht.

BeispielDu klemmst drei Knicklichthalter an die Rutenspitzen — bei Bisses siehst du sofort, welche Rute zieht.
Eigene Begriffsseite öffnen
KöderfischKöderToter (in Deutschland) Beutefisch als Naturköder auf Raubfisch.

Köderfische werden auf System oder Einzelhaken angeboten — am Grund, unter der Pose oder am Drachkovitch-System. In Deutschland ist nur der tote Köderfisch erlaubt.

BeispielAuf Zander legst du nachts ein totes Rotauge am Grund einer Hafeneinfahrt ab.
Eigene Begriffsseite öffnen
KolkAllgemeinTiefe, von der Strömung ausgespülte Vertiefung im Fluss — ein klassischer Standplatz für Großfische.

Kolke entstehen hinter Wehren, an Prallhängen und Brückenpfeilern, wo die Strömung den Grund auswäscht. Die tiefen, strömungsberuhigten Bereiche bieten Schutz und Nahrung und sind erste Adresse für Wels, Zander und große Friedfische.

BeispielIm tiefen Kolk hinter dem Wehr legst du den Köderfisch ab und wartest auf den Wels.
Eigene Begriffsseite öffnen
LaichzeitAllgemeinZeitraum der Fortpflanzung, in dem viele Arten geschont werden — Grundlage der Schonzeiten.

Während der Laichzeit ziehen Fische zum Ablaichen in flache oder strömende Bereiche und sind besonders empfindlich. Die gesetzlichen Schonzeiten orientieren sich an diesen Perioden, um die Bestände zu sichern. Art- und regionalabhängig — die genauen Termine regeln die Landesfischereiverordnungen.

BeispielDer Hecht laicht im zeitigen Frühjahr; in vielen Bundesländern gilt deshalb von Februar bis April eine Schonzeit.
Eigene Begriffsseite öffnen
LaufposeMontagePose, die frei auf der Schnur gleitet — für das Angeln in größeren Tiefen.

Bei der Laufpose läuft die Schnur frei durch eine Öse, ein Stopperknoten bestimmt die Angeltiefe. So lässt sich auch in 5–10 m Tiefe fischen, obwohl beim Wurf nur eine kurze, handhabbare Montage entsteht — der Köder zieht die Schnur erst im Wasser durch die Pose auf Tiefe.

BeispielAm tiefen Baggersee stellst du mit der Laufpose und einem Stopper exakt 6 m Angeltiefe ein.
Eigene Begriffsseite öffnen
MadeKöderDie Larve der Schmeißfliege — der wohl meistgenutzte Naturköder auf Friedfisch.

Maden sind klein, zäh und bewegen sich am Haken verführerisch. Sie fangen praktisch alle Weißfische und werden einzeln oder im Bündel angeboten, oft kombiniert mit Anfüttern. Lebend gehältert halten sie wochenlang im Kühlschrank.

BeispielDu ziehst zwei Maden auf einen feinen Haken und fütterst lose Maden über den Posenplatz.
Eigene Begriffsseite öffnen
MaisKöderSüßer, gut sichtbarer Köder — selektiv auf Karpfen, Schleie und große Brassen.

Dosenmais ist günstig, leuchtend gelb und durch seine Größe etwas selektiver als die Made. Er lässt sich am Haar oder direkt am Haken anbieten und eignet sich hervorragend zum Anfüttern. Auch Hartmais (vorgequollen) ist verbreitet.

BeispielDrei Maiskörner am Haar und eine Handvoll als Lockfutter bringen Schleien und Karpfen an den Platz.
Eigene Begriffsseite öffnen
Method-FeederMontageFeedermontage, bei der Lockfutter direkt um das Gewicht geformt wird — Köder liegt mittendrin.

Ein flaches, gitterförmiges Gewicht wird mit feuchtem Groundbait umwickelt; der kurze Vorfach-Haken steckt darin. Beim Aufprall beginnt das Futter zu zerfallen und lockt Karpfen und Brassen aus dem Schwarm.

BeispielDu drückst feuchten Pellet-Mix um den 40-g-Method-Feeder, steckst den Haken mit Süßmais heraus und wirfst 25 m aus.
Eigene Begriffsseite öffnen
MindestmaßAllgemeinDie Mindestlänge, ab der ein Fisch entnommen werden darf.

Untermaßige Fische müssen schonend zurückgesetzt werden, damit sie sich mindestens einmal fortpflanzen können. Das Maß ist art- und regionsabhängig.

BeispielBeträgt das Mindestmaß für Zander 45 cm, muss ein 42-cm-Fisch zurück ins Wasser.
Eigene Begriffsseite öffnen
Monofile SchnurAusrüstungEinfädige Nylonschnur mit leichter Dehnung — günstig, dehnbar und der klassische Allrounder.

Die monofile Schnur besteht aus einem einzigen Nylonfaden. Ihre Dehnung von 20–30 % puffert Fluchten und Fehler beim Anhieb ab, macht sie aber weniger direkt als Geflecht. Sie ist günstig, knotenfreundlich und schwimmt — ideal für Pose, Grundangeln und Einsteiger.

BeispielFür die erste Stipprute oder die Grundmontage auf Karpfen ist eine 0,25er Monofile die unkomplizierte Wahl.
Eigene Begriffsseite öffnen
Ned-RigMontageFinesse-Montage mit kurzem Auftriebsköder am leichten Pilzkopf — extrem fängig auf passive Barsche.

Beim Ned-Rig sitzt ein kleiner, schwimmender Gummiköder auf einem leichten Mushroom-Jigkopf. Am Grund stellt sich der Köder senkrecht auf und tänzelt schon bei kleinster Bewegung. Diese unaufdringliche Präsentation überlistet vorsichtige Barsche, wenn nichts anderes geht.

BeispielIm klaren, kalten Wasser zupfst du das Ned-Rig nur minimal — die Barsche nehmen es im Stillstand.
Eigene Begriffsseite öffnen
Offset-HakenMontageHaken mit Versatz, der die Hakenspitze im Gummiköder verbirgt — krautfrei und hängerarm.

Beim Offset-Haken wird die Spitze in den Gummiköder eingestochen, sodass sie geschützt ist. So lassen sich Krautfelder, Totholz und Steinpackungen befischen, ohne ständig hängenzubleiben. Beim Biss durchdringt die Spitze den weichen Köder.

BeispielMit dem Offset-Haken zupfst du den Gummifisch mitten durchs Seerosenfeld auf Hecht.
Eigene Begriffsseite öffnen
Palomar-KnotenKnotenExtrem starker, einfacher Knoten zum Anbinden von Haken und Wirbeln — ideal für Geflecht.

Die doppelt gelegte Schnur wird durch das Öhr geführt, verknotet und die Schlaufe über den Haken gestülpt. Er behält nahezu die volle Tragkraft und ist auch für geflochtene Schnur top.

BeispielBeim Drop-Shot bindest du den Haken per Palomar so, dass die Hakenspitze nach oben zeigt.
Eigene Begriffsseite öffnen
Paternoster-MontageMontageMehrfach-Hakenrig: Blei am Ende, Seitenabstecker mit Haken darüber.

Das Blei sitzt am Montageende, mehrere kurze Seitenabstecker zweigen nach oben ab. Verbreitet in der Seeforellen- und Renken-Fischerei (Hegene) sowie beim Grundangeln auf Friedfisch.

BeispielBei der Renken-Hegene spannst du 4–6 kleine Nymphen an Seitenabsteckern, lässt auf Tiefe ab und pumpst langsam hoch und runter.
Eigene Begriffsseite öffnen
PelletsKöderGepresste Köder- und Futterkügelchen aus Fischmehl & Aromen — Kern des modernen Karpfen- und Feederangelns.

Pellets geben beim Auflösen eine intensive Lockwirkung ab. Es gibt harte Hakenpellets, weiche Bandpellets und Micro-Pellets fürs Anfüttern. Beim Method Feeder bilden sie oft den kompakten Futterballen um den Korb.

BeispielDu presst Micro-Pellets um den Method-Korb und bietest einen Bandpellet am kurzen Haar an.
Eigene Begriffsseite öffnen
PilkenTechnikVertikales Anbieten eines schweren Metallköders (Pilker) vom Meeresboot.

Der Pilker wird auf Grund abgelassen und durch Auf- und Abbewegungen der Rute zum Flackern gebracht. Häufig wird ein „Beifänger" (kleiner Gummiköder) oberhalb montiert.

BeispielÜber einem Ostsee-Riff lässt du den 60-g-Pilker zu Grund, kurz anheben, wieder absinken — der Dorsch nimmt oft den Beifänger.
Eigene Begriffsseite öffnen
PolarisationsbrilleAusrüstungBrille, die Reflexe auf dem Wasser filtert — du siehst in und unter die Oberfläche.

Polarisierende Gläser schlucken das gespiegelte Licht, sodass Kanten, Kraut und sogar Fische sichtbar werden. Außerdem schützen sie das Auge vor herumfliegenden Haken.

BeispielMit der Polbrille erkennst du die Hechte, die im flachen Bodden über dem Kraut stehen.
Eigene Begriffsseite öffnen
PopperKöderSchwimmköder mit konkaver Kopffläche, der beim Einzug ploppende Geräusche erzeugt.

Der konkave Mund des Poppers schaufelt beim Rucken Wasser hoch und erzeugt ein lautes Blubb- oder Ploppgeräusch. Die Attacke eines Hechtes oder Barsches auf einen Popper ist spektakulär sichtbar an der Oberfläche.

BeispielAm frühen Morgen wirfst du den Popper über Seegras und führst ihn mit kurzen Zucken — der Hecht zerstört ihn.
Eigene Begriffsseite öffnen
PosenmontageMontageKlassische Angelmontage mit Schwimmer als Bisssignalgeber.

Die Pose hält den Köder in der gewünschten Tiefe und zeigt Bisse durch Eintauchen oder Wegziehen an. Je nach Gewässer und Zielfisch kommen unterschiedliche Posentypen zum Einsatz: Waggler, Stipppose, Rundflieger.

BeispielMit einer Waggler auf Schleie stellst du 1,5 m Tiefe ein und befischst die Kante eines Seerosenfeldes.
Eigene Begriffsseite öffnen
PVAMontageWasserlöslicher Kunststoff (Polyvinylalkohol) für Köderdarstellung direkt am Haken.

PVA löst sich in Wasser auf. Tüten oder Netz-Streifen werden mit Pellets, Boilies oder Ölköder gefüllt und direkt am Haken montiert. Nach dem Einwurf löst sich die PVA auf und legt einen kleinen Köderberg exakt um den Haken ab.

BeispielDu füllst ein PVA-Mesh mit 10 Micro-Pellets und befestigst es am Haar-Rig-Haken — nach 2 Minuten liegt ein präziser Lockfutterbett auf dem Grund.
Eigene Begriffsseite öffnen
Rapala-KnotenKnotenFeste Schlaufe am Köder, die ihm maximale Bewegungsfreiheit lässt.

Statt fest ans Öhr gezogen zu werden, sitzt der Köder in einer offenen Schlaufe. Das verbessert vor allem bei Wobblern und Jerkbaits das Laufverhalten deutlich.

BeispielDen Wobbler knotest du per Rapala-Schlaufe an, damit er frei ausschwingen kann.
Eigene Begriffsseite öffnen
Rod-PodAusrüstungStabiles Metallgestell, das mehrere Karpfenruten mit Bissanzeigern aufnimmt.

Der Rod-Pod steht unabhängig vom Untergrund und hält Ruten in einem festen Winkel — ideal, wenn kein festes Gelände für Einzelhalter vorhanden ist. Oft kombiniert mit Backwinden für langen Schnurabzug beim Biss.

BeispielDu stellst drei Ruten am Rod-Pod auf, alle mit Bissanzeiger — jetzt kannst du ruhig am Lager sitzen.
Eigene Begriffsseite öffnen
SalmonidenAllgemeinFamilie der Lachsfische — Forellen, Lachs, Saiblinge, Äsche und Renken mit ihrer typischen Fettflosse.

Salmoniden zeichnen sich durch die kleine Fettflosse vor der Schwanzflosse aus und bevorzugen kühles, sauerstoffreiches Wasser. Zu ihnen zählen Bach-, See- und Regenbogenforelle, Lachs, Saiblinge, Äsche und Renke - oft mit eigenen Schonzeiten.

BeispielAm klaren Gebirgsbach dominieren Salmoniden wie Bachforelle und Äsche.
Eigene Begriffsseite öffnen
SargbleiAusrüstungLängliches, flaches Grundblei mit Durchlauf — hält gut und überträgt Bisse direkt.

Das Sargblei hat eine längliche Form mit Durchgangsbohrung, durch die die Schnur läuft (Durchlaufmontage). Es legt sich flach an den Grund, hält auch bei Strömung und lässt den Fisch beim Biss kaum Widerstand spüren.

BeispielAm Fluss montierst du ein 60-g-Sargblei als Durchlauf, damit der Köder trotz Strömung am Platz bleibt.
Eigene Begriffsseite öffnen
ScharkanteAllgemeinSteiler Übergang von flachem zu tiefem Wasser — ein Magnet für Raubfische.

An Scharkanten trifft Flachwasser auf Tiefe; entlang dieser Übergänge patrouillieren Raubfische auf Beutezug. Mit dem Echolot lassen sie sich gut auffinden und gezielt mit Gummifisch oder vertikal befischen.

BeispielDu lotest die Scharkante mit dem Echolot aus und führst den Gummifisch genau an der Abbruchkante entlang.
Eigene Begriffsseite öffnen
SchlagschnurMontageDickeres Schnurstück zwischen Hauptschnur und Montage, das die Wurfbelastung abfängt.

Beim weiten Wurf mit schwerem Blei reißt eine dünne Hauptschnur leicht. Die Schlagschnur — ein einige Meter langes, stärkeres Stück (Faustregel: 0,10 mm Durchmesser pro 10 g Wurfgewicht) — nimmt die Kraft des Abwurfs auf und schützt vor Schnurbruch.

BeispielBeim Brandungsangeln knotest du eine 0,50er Schlagschnur vor die 0,18er Hauptschnur, um das Krallenblei sicher zu werfen.
Eigene Begriffsseite öffnen
SchleppangelnTechnikAngeln vom fahrenden Boot — der Köder wird hinter dem Boot hergezogen.

Beim Schleppangeln werden ein oder mehrere Köder (Wobbler, Kunstköder, natürliche Köderfische) mit der gewünschten Tauchtiefe hinter einem langsam fahrenden Boot geschleppt. Über Tiefenlot oder Downrigger kann die Tauchtiefe präzise gesteuert werden.

BeispielAuf dem Bodensee schleppt du bei 1,8 km/h zwei Wobbler auf verschiedenen Tiefen — der Zusammenhang zeigt am tief laufenden Köder.
Eigene Begriffsseite öffnen
SchonhakenAusrüstungWiderhakenloser Haken, der den Fisch schont und sich rückstandslos lösen lässt.

Schonhaken haben keinen oder nur einen angedrückten Widerhaken. Sie dringen leichter ein, verletzen das Maul kaum und ermöglichen ein schnelles, schonendes Zurücksetzen. An vielen Forellen- und C&R-Gewässern sind sie vorgeschrieben.

BeispielAm Forellensee mit Schonhaken-Pflicht gleitet der Haken nach dem Drill ohne Maulverletzung heraus.
Eigene Begriffsseite öffnen
SchonzeitAllgemeinGesetzlich festgelegter Zeitraum, in dem eine Fischart nicht beangelt werden darf.

Schonzeiten schützen Fische während der Laichzeit und sichern den Bestand. Sie sind je nach Bundesland und Gewässer unterschiedlich geregelt — oft kombiniert mit einem Mindestmaß.

BeispielDer Hecht hat in vielen Bundesländern vom 15. Februar bis 30. April Schonzeit — Fänge müssen zurückgesetzt werden.
Eigene Begriffsseite öffnen
SetzkescherAusrüstungNetz-Schlauch im Wasser, in dem gefangene Fische temporär lebend gehalten werden.

Der Setzkescher wird ins Wasser gehängt und ermöglicht es, Fische am Ende des Angelns zu messen, zu fotografieren oder für Wettbewerbe zu zählen. Er muss ausreichend tief sein, damit Fische sich strecken können.

BeispielNach dem Fischbeobachten beim Angelturnier setzt du jeden Brassen schonend in den Kescher und wiegst am Ende ab.
Eigene Begriffsseite öffnen
ShadKöderFischförmiger Gummiköder mit Paddelschwanz, der beim Einholen verführerisch wackelt.

Der Shad ist die populärste Gummifisch-Form: Sein breiter Paddelschwanz erzeugt beim Einholen Druckwellen und ein lebhaftes Schwanzspiel, das Raubfische aus der Distanz anlockt. Am Jigkopf montiert ist er der Standardköder zum Jiggen und Faulenzen auf Zander, Barsch und Hecht.

BeispielEin 11-cm-Shad in Naturfarbe am 14-g-Jigkopf ist die Standardwahl zum Jiggen auf Zander.
Eigene Begriffsseite öffnen
Spinner / BlinkerKöderMetallköder mit drehendem Blatt, der Fische mit Vibration und Blitzen anlockt.

Das Drehblatt erzeugt beim Einholen Druckwellen und Lichtblitze, die Raubfische ansprechen. Spinner eignen sich als Suchköder, um große Wasserflächen schnell abzufischen.

BeispielDu wirfst einen roten Mepps No. 3 quer durch eine Bachbiegung und holst ihn schnell ein — der Barsch folgt.
Eigene Begriffsseite öffnen
SpinnfischenTechnikAktives Angeln mit Kunstködern, die durch Einholen zum Laufen gebracht werden.

Beim Spinnfischen wird der Köder ausgeworfen und durch Einkurbeln (und Rutenarbeit) bewegt. Die mobile Methode erlaubt es, große Wasserflächen systematisch nach Raubfisch abzusuchen.

BeispielDu arbeitest dich am Ufer entlang und wirfst fächerförmig — so deckst du jede Stelle ab, bevor du weitergehst.
Eigene Begriffsseite öffnen
SpinnruteAusrüstungLeichte, sensible Rute zum aktiven Werfen und Führen von Kunstködern.

Spinnruten werden über Wurfgewicht (z. B. 10–40 g) und Aktion (von weich bis straff) klassifiziert. Sie müssen leicht genug für stundenlanges Werfen und sensibel für die Bisserkennung sein.

BeispielFür Zander am Fluss wählst du eine 2,70-m-Rute mit 15–45 g Wurfgewicht und straffer Spitze.
Eigene Begriffsseite öffnen
SprengringAusrüstungKleiner, doppelt gewundener Metallring zum sicheren Verbinden von Köder, Haken und Wirbel.

Sprengringe verbinden Drillinge mit Kunstködern oder den Köder mit dem Vorfach, ohne dass sich die Verbindung öffnet. Sie lassen sich mit einer Sprengringzange leicht öffnen und sind in vielen Größen und Tragkraftklassen erhältlich.

BeispielDen stumpfen Drilling am Wobbler tauschst du über den Sprengring schnell gegen einen scharfen aus.
Eigene Begriffsseite öffnen
StationärrolleAusrüstungDie gängigste Rollenart — die Spule steht fest, ein Bügel legt die Schnur auf.

Über die Größe (z. B. 2500–4000) wählst du die Schnurfassung. Eine fein einstellbare Frontbremse ist beim Drill kapitaler Fische entscheidend.

BeispielEine 3000er-Rolle mit 0,12-mm-Geflecht passt gut zur Zander-Spinnrute.
Eigene Begriffsseite öffnen
StingerMontageZusätzlicher Drilling am Gummifisch, der kurze Nachläufer und Fehlbisse verwertet.

Der Stinger ist ein über ein kurzes Stück Schnur oder Draht angehängter Drilling im hinteren Köderbereich. Gerade bei zaghaft beißenden Hechten und Zandern, die den Köder nur am Schwanz attackieren, verwandelt er sonst verpasste Bisse.

BeispielNach mehreren Fehlbissen montierst du einen Stinger und hakst die nächsten Hechte sicher.
Eigene Begriffsseite öffnen
StreamerKöderGroße, schwimmende Kunstfliege für das Fliegenfischen auf Raubfische und Salmoniden.

Streamer imitieren Beutefische, Krebse oder Blutegel. Sie werden mit einer Sinkschnur oder einer versinkenden Spitze geführt und durchs Wasser geschwommen — der Zug provoziert das Beutegreifverhalten.

BeispielMit dem schwarzen Zonker-Streamer durchschwimmst du ein Meeresforellen-Revier an der Ostsee — die Forelle greift ihn im freien Abtreiben.
Eigene Begriffsseite öffnen
SwimbaitKöderMehrgelenkiger Groß-Kunstköder, der einen Fisch täuschend naturgetreu imitiert.

Swimbaits bestehen aus 2–6 Gliedern und besitzen einen hyperrealistischen Schwimmgang. Mit 15–30 cm Länge sind sie auf Trophäenfische ausgelegt, die sich selektiv an großen Beutefischen orientieren.

BeispielMit dem 20-cm-Swimbait über einem Hechtlaichplatz provocierst du kapitale Hechte, die kleine Köder ignorieren.
Eigene Begriffsseite öffnen
TauwurmKöderDer klassische Regenwurm — universeller Naturköder für fast alle Fischarten.

Tauwürmer oder Regenwürmer sind der meistgenutzte Naturköder weltweit. Sie wirken bei fast allen Fischarten und können am Einzelhaken, Doppelwurm oder auf Posenmontage angeboten werden.

BeispielFür Barsch am Steg steckst du einen ganzen Tauwurm auf einen Größe-8-Haken und lässt ihn unter der Pose frei schaukeln.
Eigene Begriffsseite öffnen
ThermoklineAllgemeinWasserschicht, in der die Temperatur sprunghaft abfällt — beeinflusst das Fischverhalten.

Im Sommer erwärmt sich das Oberflächenwasser, während tiefes Wasser kalt bleibt. An der Grenzschicht (Thermokline) hört oft der Sauerstoff auf — Fische sammeln sich knapp oberhalb. Das Echolot zeigt sie als markante Linie.

BeispielAn einem Hochsommertag sitzt dein Zander auf Echolot bei 6 m — direkt über der Thermokline, wo er warme und sauerstoffreiche Zone nutzt.
Eigene Begriffsseite öffnen
Tiroler HölzlMontageStehendes Grundblei, das den Köder über steinigem Grund hängerfrei präsentiert.

Das Tiroler Hölzl ist ein Bleigewicht am Ende eines hohlen Stabs, der senkrecht auf dem Grund steht. Der Köder schwebt am Seitenarm darüber und bleibt nicht zwischen Steinen hängen. Klassiker für strömende, steinige Salmonidengewässer und das Grundangeln in der Strömung.

BeispielIm steinigen Forellenbach hält das Tiroler Hölzl den Wurm hängerfrei knapp über dem Grund.
Eigene Begriffsseite öffnen
TotholzAllgemeinVersunkene Bäume und Äste — wichtiger Unterstand und Hotspot für viele Fischarten.

Totholz bietet Fischen Deckung, Nahrung und Laichplatz. Barsche, Hechte, Welse und Döbel stehen gern direkt am oder im Holz. Wegen der Hängergefahr lohnen sich krautfreie Montagen wie der Offset-Haken.

BeispielDu wirfst den hängerarmen Köder dicht ans Totholz, wo die Barsche im Schatten stehen.
Eigene Begriffsseite öffnen
TragkraftAusrüstungDie Belastung in Kilogramm, bei der eine Schnur reißt — zentrale Kennzahl jeder Angelschnur.

Die Tragkraft gibt an, welcher Zug eine Schnur aushält, bevor sie bricht. Geflochtene Schnüre tragen bei gleichem Durchmesser deutlich mehr als monofile. Knoten reduzieren die reale Tragkraft um 20–50 %, weshalb der Knoten oft die Schwachstelle ist.

BeispielEine 0,12er Geflochtene mit 7 kg Tragkraft hält selbst kapitale Hechte sicher im Drill.
Eigene Begriffsseite öffnen
TwitchenTechnikSchnelle, kurze Rucktechnik, die einen Köder unregelmäßig zappeln lässt.

Mit kurzen Rutenschlägen (1–3 cm) wird ein Minnow oder Gummifisch in schnellen Richtungswechseln bewegt — imitiert einen verletzten Beutefisch. Besonders wirksam auf Barsch und Forelle.

BeispielDu twitch einen 7-cm-Minnow in kurzen Rucksalven durch klares Flachwasser — der Barsch knallt zu.
Eigene Begriffsseite öffnen
Verbesserter Clinch-KnotenKnotenDer Standard-Knoten zum Anbinden von Ködern und Wirbeln an monofile Schnur.

Die Schnur wird mehrfach um die Hauptschnur gewickelt und durch die untere und obere Schlaufe geführt. Vor dem Festziehen unbedingt anfeuchten, damit die Tragkraft erhalten bleibt.

BeispielDu knotest einen Spinner mit fünf Wicklungen per Clinch an die 0,25er Mono.
Eigene Begriffsseite öffnen
VertikalangelnTechnikSenkrechtes Anbieten eines Köders direkt unter dem (treibenden) Boot.

Beim Vertikalangeln wird ein Gummiköder am Jigkopf vom langsam treibenden Boot exakt über Grund geführt. Über das Echolot werden Fische und Strukturen geortet und der Köder gezielt vor dem Fisch angeboten.

BeispielAm Rhein driftest du mit der Strömung über eine 8 m tiefe Rinne und tippst den 10-cm-Gummifisch immer wieder kurz vom Grund an — der Zander beißt im Absinken.
Eigene Begriffsseite öffnen
VorfachMontageDas letzte Schnurstück zwischen Hauptschnur und Köder/Haken.

Das Vorfach schützt vor Bissschäden (Stahl/Hardmono bei Hecht) und Abrieb und macht die Montage unauffälliger (Fluorocarbon bei scheuen Fischen). Material und Stärke richten sich nach Zielfisch.

BeispielAuf Hecht knotest du 25 cm 7×7-Stahlvorfach vor; auf Zander reicht oft 0,40-mm-Fluorocarbon.
Eigene Begriffsseite öffnen
WagglerMontageAngelpose, die nur am unteren Ende befestigt wird und weit ausgeworfen werden kann.

Der Waggler wird ausschließlich am unteren Öhr befestigt; das ermöglicht lange, präzise Würfe. Er taucht bei Biss ein oder kippt um. Varianten: Straight Waggler (gerade) und Bodied Waggler (mit Bauch für mehr Trägblei).

BeispielDu wirfst den 4AAA-Bodied-Waggler 30 m aus und befischst gezielt das Flachwasser am Schilfrand.
Eigene Begriffsseite öffnen
WathoseAusrüstungWasserdichte Hose, die das Waten in Fluss und Brandung ermöglicht.

Atmungsaktive Modelle halten trocken und lassen Schweiß entweichen. An der Küste gehören Watgürtel und — bei Strömung — ein Watstock zur Sicherheit dazu.

BeispielMit der Wathose watest du an der Ostseeküste bis zur ersten Sandbank auf Meerforelle.
Eigene Begriffsseite öffnen
WeißfischAllgemeinSammelbegriff für silbrige Karpfenartige wie Rotauge, Rotfeder, Brassen und Laube.

Als Weißfische bezeichnet man die meist silbrig glänzenden, kleineren Cypriniden. Sie sind die häufigsten Fische vieler Gewässer, ein wichtiger Teil der Nahrungskette und der ideale Einstieg ins Friedfischangeln mit Pose und Feeder.

BeispielEin gut angefütterter Platz bringt im Akkord Weißfische wie Rotauge und Brassen.
Eigene Begriffsseite öffnen
WiderhakenAusrüstungKleine Sperre an der Hakenspitze, die das Zurückrutschen des Hakens verhindert.

Der Widerhaken hält den Fisch sicher am Haken, erschwert aber das Lösen und schädigt das Maul stärker. Viele Gewässer und Catch-and-Release-Angler setzen daher auf angedrückte Widerhaken oder widerhakenlose Haken, die sich schonend und schnell lösen lassen.

BeispielVor dem Release drückst du den Widerhaken mit der Zange an — der Fisch lässt sich danach in Sekunden abhaken.
Eigene Begriffsseite öffnen
WirbelMontageDrehendes Metallglied, das Drallbildung verhindert und Köder schnell wechseln lässt.

Wirbel verbinden Hauptschnur und Vorfach oder Köder drehbeweglich — so überträgt sich keine Torsion in die Schnur. Mit Snap-Wirbel (Karabiner) können Köder sekundenschnell gewechselt werden.

BeispielBeim Spinnfischen wechselst du per Snap-Wirbel in Sekunden zwischen Gummifisch und Wobbler.
Eigene Begriffsseite öffnen
WobblerKöderHartköder mit eingebauter Tauchschaufel, der beim Einholen einen lockenden Schwimmgang zeigt.

Die Schaufel am Kinn bestimmt die Tauchtiefe: kurze Schaufel = flach, lange Schaufel = tief. Wobblertypen sind Minnow (schmal), Crankbait (rundlich), Suspender (neutral schwebend) und Twitch-Bait.

BeispielMit einem 9-cm-Suspender-Minnow schleichst du über ein Krautfeld und lässt ihn zwischen Rucken pausieren.
Eigene Begriffsseite öffnen

Theorie sitzt — jetzt ans Wasser.

Ein Guide bringt dir die Technik live bei und kennt die Spots, an denen sie funktioniert.

Guide finden