Angeltechniken von A bis Z
Von Spinnfischen bis Fliegenfischen, vom Method Feeder bis zum Dropshot — jede Technik mit Ausrüstungs-Specs, Montagebeschreibung und konkreten Praxis-Tipps.
42 Techniken
Spinnfischen
Die vielseitigste Raubfischmethode: Kunstköder werden geworfen und gleichmäßig eingeholt — ideal für Einsteiger und Profis.
Dropshot-Angeln
Finesse-Methode mit dem Blei am Ende der Schnur: der Weichköder schwimmt frei in der Wassersäule und verführt auch zögerliche Fische.
Gummifisch-Angeln (Shad & Twister)
Weichköder auf Jigkopf sind die produktivste Raubfischmethode in Deutschland — vielseitig, günstig und für alle Raubfischarten effektiv.
Grundangeln
Die universellste Angelmethode: Köder liegt mit Gewicht auf dem Grund — effektiv für Fried- und Raubfische ohne spezielle Ausrüstung.
Posenangeln
Die klassische Methode mit der Pose: Sie zeigt jeden Biss sichtbar an und hält den Köder in der richtigen Tiefe — ideal für Einsteiger und universell einsetzbar.
Fliegenfischen
Die Königsdisziplin: Eine fast gewichtslose Kunstfliege wird mit der Schwere der Fliegenschnur ausgeworfen — täuschend echte Insektenimitation für anspruchsvolle Salmoniden.
Jiggen
Die klassische Gummifisch-Führung am Grund: anheben, absinken lassen, der Biss kommt fast immer in der Absinkphase.
Wobblern (Hardbait-Angeln)
Hardbait-Köder (Minnow, Crankbait, Jerkbait) imitieren Beutefische täuschend echt und reizen Raubfische durch Lautstärke, Tiefgang und Eigenaction.
Texas Rig
Nahezu verhängerfreie Montage: Das Gewicht liegt lose auf der Schnur, der Haken steckt im Köder versteckt — ideal für Strukturen und Kraut.
Carolina Rig
Schwerer Gleiter mit langem Vorfach: Das Gewicht schleppt am Grund, während der Köder in 50–100 cm Abstand frei und verlockend schwebt.
Vertikalangeln
Direkt unter dem Boot: Köder wird senkrecht in die Tiefe präsentiert — maximale Kontrolle über Tiefe und Position für passive Tiefwasserfische.
Hechtangeln mit totem Köderfisch
Ein toter Köderfisch, aufgetrieben mit Befüllnadel oder auf Gleitpose präsentiert — die traditionellste und bei passiven Hechten effektivste Methode.
Method Feeder
Käfig mit Feeder-Mix direkt am Haken: Fisch frisst sich in die Futterwolke und wird selbst gehakt — moderne Friedfischmethode mit hoher Fangleistung.
Boilieangeln (Karpfenangeln)
Die Königsdisziplin der Friedfischerei: Selbstgekochte oder fertige Boilies auf Hair-Rig präsentiert — für große Karpfen in anspruchsvollen Gewässern.
Hair Rig
Revolutionäre Karpfenmontage: Der Köder hängt am 'Haar' hinter dem Haken — Karpfen schlucken ihn vollständig und haken sich selbst.
Stippangeln
Mit langer Teleskop- oder Steckrute direkt unter der Rutenspitze angeln — die präziseste Methode für enge Kanäle, Strömungsrinnen und überhängende Ufer.
Nymphenfischen
Nymphen unter der Wasseroberfläche geführt: 90% des Fressverhaltens von Forellen und Äschen findet unter Wasser statt — Nymphenfischen deckt dieses Fenster ab.
Forellensee-Angeln
Angeln an bewirtschafteten Forellenseen: Leichte Ausrüstung, schnelle Bisse, idealer Einstieg ins Licht-Angeln mit Spoon, Blinker und Powerbait.
Pilken (Meeresangeln vom Boot)
Mit schwerem Metalljig vertikal über Riffen und Wracks jiggen — die effektivste Methode für Dorsch und Köhler in der Ost- und Nordsee.
Brandungsangeln
Vom Strand oder Felsen: Weit auswerfen, Köder auf dem Meeresgrund präsentieren — für Plattfische, Kabeljau und Meerforelle von der Küste.
Meeresgrundangeln (vom Boot)
Grundangeln vom Boot auf dem Meeresgrund: einfache Technik, breites Artenspektrum und ideal für Anfänger auf geführten Kutterfahrten.
Hegenenfischen (Maränenangeln)
Mehrfach-Hakenmontage mit winzigen Federchen-Ködern: Maränen greifen nach dem aufsteigenden Ring von Ködern — die traditionelle Methode der bayerischen und alpenländischen Seen.
Float-Tube-Angeln
Angeln aus einem aufblasbaren Ring-Boot mit Flippern — lautlos, geländegängig und ideal für unzugängliche Ufer und flache Bereiche.
Eisfischen
Angeln durch ein Eisloch: Besondere Stimmung, passive Fische auf Tiefwasser-Jigs — nur in Zentraleuropa noch an wenigen Gewässern möglich.
Nachtangeln
Nach Einbruch der Dunkelheit werden Aal, Karpfen und Wels deutlich aktiver — Nachtangeln erschließt die produktivste Angelzeit für viele Friedfisch- und Raubfischarten.
Sbirolino-Angeln
Schleppmethode am Forellensee: ein schwimmendes oder sinkendes Wurfgewicht (Sbirolino) bringt leichte Köder auf Distanz und präsentiert sie langsam in der gewünschten Tiefe.
Jerkbait-Angeln
Aggressive Hechtmethode mit Ködern ohne Eigenaktion: Der Jerkbait wird durch ruckartige Rutenschläge zum unregelmäßigen, ausbrechenden Laufen gebracht.
Köderfischsystem (Spinnen mit totem Köderfisch)
Aktives Spinnfischen mit totem Köderfisch am System: vereint den natürlichen Reiz des echten Fisches mit der Suchaktion des Kunstköderangelns.
Wallerangeln (Welsmethoden)
Die Methoden auf den größten Süßwasserfisch Europas: von der Abspann- und U-Posen-Montage über das Wallerholz bis zum Vertikalangeln mit großen Ködern.
Heringspaternoster
Die einfachste Küstenmethode: ein Vorfach mit mehreren glitzernden Beifängerhaken, das im Rhythmus auf- und abbewegt wird - oft mit mehreren Fischen gleichzeitig.
Streetfishing (Ultraleicht-Stadtangeln)
Mobiles, leichtes Spinnfischen im urbanen Raum: mit minimaler Ausrüstung Hafenbecken, Kanäle und Flussabschnitte mitten in der Stadt auf Barsch & Co. absuchen.
Schwimmbrot-Angeln (Oberflächenangeln)
Spannendes Sichtangeln an der Oberfläche: ein Stück Brot treibt obenauf, der Biss ist live zu beobachten - simpel, aber hochfängig auf Karpfen und Döbel.
Meerforellenangeln an der Küste
Das Küstenspinnfischen auf die silberne Meerforelle: mit Watstiefeln und Küstenwobbler die Ostseeküste vom Ufer aus systematisch absuchen.
Zig-Rig
Karpfenmontage fürs Mittelwasser: ein langer Vorfach-Schwimmköder steigt vom Grundblei in die Schicht auf, in der die Fische tatsächlich stehen.
Chod-Rig
Selbsthakende Pop-up-Montage, die auch über Kraut, Schlamm und Laub sicher präsentiert — eines der zuverlässigsten Rigs der modernen Karpfenangelei.
Stippen mit der Kopfrute
Die ursprünglichste Friedfischmethode: eine Rute ohne Rolle, mit der der Köder federleicht und punktgenau auf kurze bis mittlere Distanz präsentiert wird.
Bologneseangeln
Lange Teleskoprute mit Rolle, mit der eine treibende Pose kontrolliert über weite Strecken geführt wird — die Strömungsmethode für Flussfriedfisch.
Wagglerangeln
Posenangeln mit der nur am unteren Ende fixierten Lauf- oder Steckpose (Waggler) — wurfstark, windunempfindlich und präzise auf mittlere Distanz.
Faulenzen
Die deutsche Zander-Methode: statt zu jiggen kurbelt man den Gummifisch in Absätzen vom Grund hoch — die Rute bleibt ruhig.
Twitchen
Wobbler-Führung mit kurzen Rutenschlägen: der Köder zuckt erratisch zur Seite wie ein verletzter Fisch — ein Reiz, dem Hecht und Barsch selten widerstehen.
Wacky-Rig
Finesse-Köder mittig durchhakt: beide Enden des Gummiwurms zappeln beim Absinken unabhängig — ein unwiderstehlicher Reiz für vorsichtige Barsche.
Schleppangeln (Trolling)
Köderführung vom langsam fahrenden Boot: große Wasserflächen effizient absuchen und Raubfische im Freiwasser finden.