Friedfisch

Zope

Ballerus ballerus

Hochrückiger Flachkörper-Fisch aus der Brassen-Verwandtschaft — selten gesehen, aber in Tieflandflüssen anzutreffen.

Steckbrief

Schonzeit
regional (typisch März–Mai)
Mindestmaß
ca. 20 cm (regional)
Größe
20–40 cm
Gewicht
bis ca. 1 kg
Laichzeit
April – Mai
Beste Saison
Mai – Oktober
Lebensraum
Tiefe, langsam fließende Tieflandflüsse, Altarme, Stauseen
Verbreitung
Mittel- und Osteuropa: Elbe, Oder, Donau-Einzugsgebiet
Verwechslungsgefahr
Ähnelt Güster und Blei (Brassen-Gruppe), aber: stark seitlich abgeflachter, spitzer Körper, großes Auge, endständiges Maul.

Methoden & Köder

Bewährte Fangmethoden:

Top-Köder:

MaisTeigMadenköderBrot

Über den Fisch

Die Zope gehört zur Familie der Karpfenfische und ist nah mit Brassen, Güster und Blei verwandt. Ihr Körper ist noch stärker seitlich komprimiert als der des Brassens, das Maul ist endständig (nicht unterständig), und die Augen wirken für die Körpergröße sehr groß.

Sie lebt bevorzugt in tiefen, strömungsarmen Abschnitten großer Tieflandflüsse, in Altarmen und Stauseen, wo sie sich von Plankton, Kleinstorganismen und Detritus ernährt. In Deutschland ist sie in Elbe und Oder anzutreffen, im Donauraum ebenfalls verbreitet.

Als Sportangelfisch spielt sie eine untergeordnete Rolle, doch wer beim Brassen- oder Güsterangeln in den richtigen Gewässern fischt, landet sie als interessanten Fang. Das Fleisch ist grätenreich, aber essbar.

Häufige Fragen zu Zope

Was ist der Unterschied zwischen Zope und Güster?

Beide sind hochrückige Karpfenfische, aber die Zope hat ein endständiges (gerades) Maul und deutlich größere Augen. Die Güster hat ein leicht unterständiges Maul und ist insgesamt kompakter. Zudem hat die Güster rötliche Flossensäume, die Zope nicht.

Wo finde ich Zopen in Deutschland?

Hauptsächlich in der Elbe und ihrer Tieflandzuflüsse sowie in der Oder. In Bayern und Baden-Württemberg ist sie seltener. Gute Stellen sind tiefe Altarme, strömungsarme Buchten und Stauseen im Tiefland.

Ist die Zope ein Speisefisch?

Sie ist essbar, aber wegen der Vielzahl an Gräten kein beliebter Speisefisch. Traditionell wurde sie geräuchert oder zu Sauerbraten verarbeitet. Die meisten Angler setzen sie zurück.

So fängst du Zope

Techniken aus dem Verzeichnis, die für diesen Zielfisch bewährt sind.

Weiter geht's