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Kleine Maräne (Vendace)

Coregonus albula

Die silberzarte Kleine Maräne ist der Planktonfresser der norddeutschen Tieflandseen — Ziel feiner Hegenenangler.

Steckbrief

Schonzeit
Oktober – Dezember (regional; Schonzeiten variieren je Bundesland)
Mindestmaß
20 cm (regional)
Größe
15–25 cm
Gewicht
50–200 g
Laichzeit
Oktober – Dezember
Beste Saison
Ganzjährig vom Boot; Herbst besonders aktiv (Vorlaichzeit)
Lebensraum
Kaltes, sauerstoffreiches Tiefwasser klarer Seen; zieht zum Laichen in flachere Bereiche
Verbreitung
Norddeutschland (Stechlinsee, Müritz, Plauer See, Schweriner See), Ostsee-Zuflüsse, Skandinavien, Schottland
Verwechslungsgefahr
Von der Renke (Felchen, Coregonus lavaretus) durch das deutlich vorspringende Unterkiefer (superiores Maul) zu unterscheiden; die Große Maräne (Blaufelchen, C. maraena) ist merklich größer; alle Coregonen sind silbrig-schlank mit Adiposeflosse — Artbestimmung oft nur durch Kiemenreusenzählen möglich.

Methoden & Köder

Bewährte Fangmethoden:

Hegene (leichte Montage)Schleppfischen vom Boot

Top-Köder:

Hegene mit Nymphen-Imitatenkleine NassfliegenmusterMückenlarven-Imitate

Über den Fisch

Die Kleine Maräne (Vendace) gehört zur artenreichen Gattung der Coregonen und ist der häufigste Maränenvertreter in norddeutschen Seenplatten-Gewässern. Ihr schlanker, silbriger Körper, die charakteristische Fettflosse und das auffällig nach oben gerichtete Maul mit vorstehendem Unterkiefer machen sie innerhalb der Coregonen erkennbar, wenn auch eine sichere Artbestimmung oft nur anhand der Kiemenreusenzählung möglich ist. Sie bewohnt ganzjährig die kalten, sauerstoffreichen Tiefenwasserzonen und zieht sich erst zum Herbstlaich in flachere Uferzonen zurück.

Die Kleine Maräne ernährt sich fast ausschließlich von Plankton, Ruderfußkrebsen und kleinen Insektenlarven — weshalb sie auf klassische Angelköder kaum reagiert. Erfolgreiche Methode ist die norddeutsche Hegenenfischerei: Eine leichte Hegene mit mehreren kleinen Nymphenimitaten wird in der mit dem Echolot gefundenen Fangtiefe fein animiert, bis sich der zarte Biss zeigt. Im Herbst, kurz vor dem Laich, stehen die Schwärme besonders dicht und reagieren aktiver.

In norddeutschen Küstengebieten ist die Kleine Maräne auch in Ostsee-Zuflüssen und Brackwasserbereichen anzutreffen. Sie gilt als sehr schmackhafter Speisefisch und wird regional geräuchert oder gebraten als Delikatesse geschätzt. Bestände sind standortabhängig schutzwürdig — Schonzeiten unbedingt vor Ort erfragen.

So fängst du Kleine Maräne (Vendace)

Techniken aus dem Verzeichnis, die für diesen Zielfisch bewährt sind.

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