Meeresfisch

Wahoo

Acanthocybium solandri

Blitz des Ozeans — der Wahoo ist einer der schnellsten Fische überhaupt und der Traum aller Hochsee-Trolling-Angler für seinen explosiven Biss.

Wahoo

Steckbrief

Schonzeit
Keine allgemeine Schonzeit
Mindestmaß
Größe
100–180 cm
Gewicht
10–60 kg
Laichzeit
Ganzjährig (tropisch)
Beste Saison
Ganzjährig; Bahamas September–November; Kap Verde Dezember–März; Azoren Juli–September
Lebensraum
Pelagisch, offenes warmes Meer; Meeresströmungen, Außenkanten von Riffen
Verbreitung
Weltweit in tropischen bis subtropischen Meeren; Atlantik, Pazifik, Indischer Ozean
Verwechslungsgefahr
Segelfisch — viel größere Rückenflosse; Königsmakrele (Scomberomorus cavalla) — weniger gestreckt, nicht diese Geschwindigkeit. Wahoo = silbrig-blau mit 25–30 dunklen, unregelmäßigen Vertikalstreifen.

Methoden & Köder

Bewährte Fangmethoden:

Hochgeschwindigkeits-Trolling (12–18 kn)Jigging (Butterfly-Jigs)Live-Köder-Angeln

Top-Köder:

Hochgeschwindigkeits-Lure (Iland, Ballyhoo rigged)Großer Roboter-SquidSchwermetall-Jig (150–300g)Lebendköder

Über den Fisch

Der Wahoo ist für seinen explosiven, rasanten Biss gefürchtet und geschätzt. Er ist einer der schnellsten Fische im Meer (nachweislich bis 80+ km/h) und schlägt bei Ködern mit einer Gewalt zu, die ganze Spulen in Sekunden leert. Sein langgezogener, silbrig-blauer Körper mit 25–30 dunklen Vertikalbändern und sein makrelenartiges Maul voller kleiner scharfer Zähne machen ihn zum Raubtier der Extraklasse.

Die klassische Methode ist das Hochgeschwindigkeits-Trolling: Köder werden mit 12–18 Knoten durchs Wasser gezogen — eine für die meisten Fische viel zu hohe Geschwindigkeit. Der Wahoo reagiert darauf mit einem Sprintbiss. Das Fleisch (weißlich, fest, mild) gilt als eines der besten im Meer — in der Karibik heißt er deshalb auch Ono ("Lecker" auf Hawaiisch).

Pflicht ist ein Stahldraht-Vorfach von mindestens 1 m und 100 bis 150 lb — die rasiermesserscharfen Zähne durchtrennen Monofilament in Sekundenbruchteilen. Für Europäer erreichbare Hauptreviere: Kapverdische Inseln (Dezember bis März, besonders São Vicente), Kanarische Inseln (Oktober bis Januar) und Azoren (Juli bis September). Die Beisszeiten sind stark mondphasenabhängig — rund um Voll- und Neumond (je drei Tage davor und danach) schlagen die Bisse deutlich häufiger ein.

Häufige Fragen zu Wahoo

Warum heißt der Wahoo Wahoo?

Der Name soll von einem Ausruf der ersten Angler abstammen, die ihn beim Biss erlebten — "Wahoo!" vor Überraschung und Begeisterung. Auf Hawaii heißt er Ono, was "lecker" bedeutet.

Wie schnell schwimmt ein Wahoo wirklich?

Hochgeschwindigkeitsmessungen zeigen Sprints bis 80–96 km/h. Im Dauerrennen hält er deutlich weniger, aber diese Sprintstärke macht ihn zur Schreckensgestalt für alle Trolling-Angler.

Was ist die beste Jahreszeit für Wahoo?

Bahamas: September–November. Kap Verde: Dezember–März. Azoren: Juli–September. Roatán/Karibik: Dezember–Februar. Das Wasser sollte 26–30°C haben, und er findet sich an Außenkanten von Riffen und Unterwasserbergen.

Weiter geht's