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Meeresfisch

Großes Petermännchen

Trachinus draco

Das Große Petermännchen ist einer der giftigsten Nordsee-Fische — wer ihn am Haken hat, muss beim Abhaken äußerst vorsichtig sein.

Steckbrief

Schonzeit
Keine allgemeine Schonzeit
Mindestmaß
-
Größe
20–40 cm
Gewicht
100–400 g
Laichzeit
Juni – August
Beste Saison
Juni – September (Sommerzeit; wärmt der Boden)
Lebensraum
Sandige und schlammige Böden in Küstengewässern bis 150 m Tiefe; gräbt sich tagsüber mit aufwärts gerichtetem Maul in den Meeresboden ein
Verbreitung
Nordsee, Ärmelkanal, Atlantikküste Europas, Mittelmeer, Schwarzes Meer
Verwechslungsgefahr
Das Kleine Petermännchen (Echiichthys vipera) ist sehr ähnlich, aber deutlich kleiner (max. 15 cm); beide haben die giftigen Stacheln, die schwarze erste Rückenflosse und die nach oben gerichteten Augen. Das Große Petermännchen hat zusätzlich Giftdrüsen an den Kiemendeckelstacheln. Verwechslungen mit harmlosen Grundfischen (Grundeln, Steinpicker) sind bei genauem Hinsehen ausgeschlossen — die aufwärts geneigten Augen, das nach oben gerichtete Maul und die markant schwarze erste Rückenflosse sind eindeutig.

Methoden & Köder

Bewährte Fangmethoden:

GrundangelnBrandungsangelnPlattfischangeln am Sandstrand

Top-Köder:

WattwurmSeeringelwurmGarnelenköderMuschelfleisch

Über den Fisch

Das Große Petermännchen ist trotz seiner geringen Größe einer der gefährlichsten Fische der europäischen Küstengewässer. Die erste Rückenflosse trägt 5–7 Stachelstrahlen mit hochgiftigen Drüsen — ein Stich verursacht sofortige, brennende Schmerzen, Schwellungen und in seltenen Fällen systemische Reaktionen. Zusätzlich sitzen giftige Stacheln an den Kiemendeckeln. WICHTIG: Bei einem Haken sofort in möglichst heißes Wasser (45–50 °C) tauchen, was das thermolabile Gift inaktiviert, und dann ärztliche Hilfe aufsuchen.

Der Fisch selbst ist ein Meister der Tarnung: Er gräbt sich mit dem Körper in den Sandboden ein und lauert mit nur dem Kopf — Augen und Maul nach oben gerichtet — auf vorbeikommende Kleinfische, Garnelen und Würmer. Das Maul ist charakteristisch aufwärts gerichtet, was zusammen mit den oben am Kopf sitzenden Augen das unverwechselbare Profil ergibt. Schräge, dunkle Streifen auf den sandfarbenen Flanken komplettieren die Tarnzeichnung.

Als Beifang beim Grundangeln und Brandungsangeln taucht das Petermännchen im Sommer regelmäßig auf — besonders an Sandstränden der Nordsee und des Ärmelkanals. Sein Fleisch ist essbar und von guter Qualität; in Frankreich gilt es sogar als geschätzte Delikatesse für die Bouillabaisse. Den Fang sollte man jedoch stets mit einer Lösezange und Handschuhen behandeln.

So fängst du Großes Petermännchen

Techniken aus dem Verzeichnis, die für diesen Zielfisch bewährt sind.

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