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Meeresfisch

Aalmutter (Eelpout)

Zoarces viviparus

Aal-ähnlicher Brackwasserfisch mit einzigartigem Merkmal: Er bringt lebende Junge zur Welt.

Steckbrief

Schonzeit
Keine allgemeine Schonzeit
Mindestmaß
-
Größe
20–50 cm
Gewicht
0,1–1 kg
Laichzeit
Oktober bis Januar (lebendgebärend, keine eigentliche Laichzeit)
Beste Saison
Ganzjährig (Herbst und Winter besonders aktiv)
Lebensraum
Felsenküsten, Steinriffe und Algenbänke; Küstenzone bis ca. 40 m Tiefe; toleriert Brackwasser und ist auch in Flussmündungen anzutreffen
Verbreitung
Nordostatlantik von der Biskaya bis Nordnorwegen, Nordsee, gesamte Ostsee, Weißes Meer; häufiger Bewohner von Küstenriffen
Verwechslungsgefahr
Der Aal (Anguilla anguilla) ist ähnlich schlangenförmig, hat aber eine glattere, schlüpfrigere Haut, keine Einschnürung vor der Schwanzflosse und ist ein reiner Süß-/Wanderfisch. Der Meeraal (Conger conger) ist weit größer und bewohnt tiefere Gewässer. Die Aalmutter ist durch das charakteristische netzartige, gelblich-braune Marmorierungsmuster, den deutlichen Einschnitt in der Rückenflosse kurz vor der Schwanzflosse und ihr Brackwasser-Vorkommen gut zu identifizieren. Zudem ist sie die einzige heimische Fischart, die Junge lebend gebärt.

Methoden & Köder

Bewährte Fangmethoden:

GrundangelnAngeln vom FelsAngeln in Gezeitenpfützen

Top-Köder:

Würmer (Wattwurm, Sandwurm)GarnelenteileMuschelfleischMadenköder

Über den Fisch

Die Aalmutter ist ein ungewöhnlicher und in Mitteleuropa oft übersehener Küstenfisch, der trotz ihres aalartigen Erscheinungsbildes nicht mit dem echten Aal verwandt ist. Sie gehört zur Familie der Aalmuttern (Zoarcidae). Ihr schlanker, nach hinten verjüngter Körper ist gelblich-braun mit einer dunklen, netzartigen Marmorierung bedeckt, die hervorragende Tarnung zwischen Felsen und Algen bietet. Die Rückenflosse zieht sich von kurz hinter dem Kopf nahezu bis zur Schwanzspitze und zeigt kurz vor dem Schwanz einen deutlichen Einschnitt – ein wichtiges Erkennungsmerkmal. Der Körper ist mit schleimigem Sekret überzogen, das die Schuppen kaum sichtbar macht.

Das biologisch bemerkenswerteste Merkmal der Aalmutter ist ihre Viviparie: Sie ist der einzige einheimische Meeresfisch, der keine Eier legt, sondern nach einer Trächtigkeit von etwa drei Monaten vollständig entwickelte Jungfische gebärt. Je nach Größe des Weibchens können 30 bis 400 Jungtiere zur Welt kommen. Diese außergewöhnliche Fortpflanzungsstrategie beginnt im Herbst und endet im Januar.

Die Aalmutter ist ein Bodenbewohner, der sich von kleinen Krebstieren, Würmern und Schnecken ernährt. Sie toleriert ein breites Salinitätsspektrum und ist daher sowohl in reinen Meeresgewässern als auch in brackigen Flussmündungen der Ostsee anzutreffen. Für Angler stellt sie meist einen unerwarteten Beifang beim Grundangeln dar, ist aber in küstennahen Felsgebieten durchaus gezielt zu befischen.

So fängst du Aalmutter (Eelpout)

Techniken aus dem Verzeichnis, die für diesen Zielfisch bewährt sind.

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