Steckbrief
Methoden & Köder
Bewährte Fangmethoden:
Top-Köder:
Über den Fisch
Der Schwarze Heilbutt, auch Grönland-Heilbutt genannt, ist ein atypischer Plattfisch der Tiefsee und unterscheidet sich in mehrfacher Hinsicht von seinen flacheren Verwandten. Sein Körper ist gestreckter und schlanker als bei anderen Plattfischen, und beide Körperseiten – Augen- wie Blindseite – sind nahezu gleichmäßig dunkelgraubraun bis schwärzlich gefärbt, was der Art ihren deutschen Namen eingebracht hat. Beide Augen liegen auf der rechten Körperseite, das obere jedoch fast am dorsalen Körperrand, was dem Tier ein nach vorne gerichtetes Blickfeld ermöglicht – eine Anpassung an das aktive Jagen in der Tiefsee. Der Schwanz ist leicht gegabelt, ein weiteres Unterscheidungsmerkmal von anderen Plattfischen.
Der Schwarze Heilbutt ist ein ausgeprägter Raubjäger, der trotz seines Lebens in großen Tiefen durchaus halbpelagisch jagt und nicht nur am Boden lauert. Beutetiere sind Fische, Tintenfische und größere Krebstiere. Sein Fleisch ist fettig, fest und von sehr hoher Qualität – er gilt als einer der hochwertigsten Speisefische der Tiefsee und ist kommerziell von großer Bedeutung, besonders als Räucherfisch.
Für Freizeitangler ist der Schwarze Heilbutt nur auf Hochseeausfahrten in skandinavischen Fjorden (besonders Norwegen und Island) erreichbar, wo er gelegentlich aus großen Tiefen geangelt wird. Das Drill eines großen Exemplars aus 300–500 m Tiefe stellt auch erfahrene Angler vor Herausforderungen.