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Meeresfisch

Schwarzer Heilbutt (Grönland-Heilbutt)

Reinhardtius hippoglossoides

Mysteriöser Tiefseeplattfisch aus dem Nordatlantik – beidseitig dunkel und begehrt als Räucherfisch.

Steckbrief

Schonzeit
Keine allgemeine Schonzeit für Freizeitangler
Mindestmaß
-
Größe
50–120 cm
Gewicht
2–25 kg
Laichzeit
Dezember bis März (Tiefsee)
Beste Saison
Ganzjährig (Hochseesaison je nach Region)
Lebensraum
Tiefsee von 200 bis 2000 m, bevorzugt kalte Gewässer mit Temperaturen von 0–4 °C; lebt auf und knapp über schlickigem Tiefseeboden
Verbreitung
Nordatlantik von der Ostsee bis Grönland, Spitzbergen, Barents-See, Nordnorwegen; auch Nordpazifik; kein Vorkommen in flachen Küstengewässern
Verwechslungsgefahr
Der Atlantische Heilbutt (Hippoglossus hippoglossus) ist deutlich größer (bis 300 cm), heller auf der Bauchseite, und deutlich schlanker proportioniert. Beim Schwarzen Heilbutt ist – anders als bei allen anderen Plattfischen – auch die Blindseite graubraun bis schwärzlich gefärbt statt weiß. Das obere Auge sitzt beim Schwarzen Heilbutt fast am Rand des Kopfes, was ihm ein fast frontal ausgerichtetes Blickfeld gibt und ihn von anderen Plattfischen unterscheidet. Der leicht gegabelte Schwanz ist charakteristisch, da die meisten Plattfische einen gerundeten Schwanz haben.

Methoden & Köder

Bewährte Fangmethoden:

Tiefseeangeln vom BootPilkangeln in großen TiefenSchleppleinen in Tiefsee

Top-Köder:

MakrelenstreifenTintenfiischTiefseejigsHeringsfiletTintenfischarme

Über den Fisch

Der Schwarze Heilbutt, auch Grönland-Heilbutt genannt, ist ein atypischer Plattfisch der Tiefsee und unterscheidet sich in mehrfacher Hinsicht von seinen flacheren Verwandten. Sein Körper ist gestreckter und schlanker als bei anderen Plattfischen, und beide Körperseiten – Augen- wie Blindseite – sind nahezu gleichmäßig dunkelgraubraun bis schwärzlich gefärbt, was der Art ihren deutschen Namen eingebracht hat. Beide Augen liegen auf der rechten Körperseite, das obere jedoch fast am dorsalen Körperrand, was dem Tier ein nach vorne gerichtetes Blickfeld ermöglicht – eine Anpassung an das aktive Jagen in der Tiefsee. Der Schwanz ist leicht gegabelt, ein weiteres Unterscheidungsmerkmal von anderen Plattfischen.

Der Schwarze Heilbutt ist ein ausgeprägter Raubjäger, der trotz seines Lebens in großen Tiefen durchaus halbpelagisch jagt und nicht nur am Boden lauert. Beutetiere sind Fische, Tintenfische und größere Krebstiere. Sein Fleisch ist fettig, fest und von sehr hoher Qualität – er gilt als einer der hochwertigsten Speisefische der Tiefsee und ist kommerziell von großer Bedeutung, besonders als Räucherfisch.

Für Freizeitangler ist der Schwarze Heilbutt nur auf Hochseeausfahrten in skandinavischen Fjorden (besonders Norwegen und Island) erreichbar, wo er gelegentlich aus großen Tiefen geangelt wird. Das Drill eines großen Exemplars aus 300–500 m Tiefe stellt auch erfahrene Angler vor Herausforderungen.

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