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Über den Fisch
Neunaugen sind keine echten Fische, sondern stammesgeschichtlich uralte, kieferlose Rundmäuler. Statt eines Kiefers tragen sie ein rundes Saugmaul; die sieben Kiemenöffnungen hinter dem Auge wirken zusammen mit Auge und Nasenöffnung wie „neun Augen". Die Larven (Querder) leben jahrelang eingegraben im Sediment, bevor sie sich verwandeln.
Bei uns kommen Bach-, Fluss- und Meerneunauge vor — alle sind als Arten der FFH-Richtlinie ganzjährig streng geschützt und dürfen nicht gefangen werden. Früher dienten Larven als Köder und adulte Tiere als Delikatesse; heute ist das tabu. Der Schutzstatus gilt regional verbindlich.
Häufige Fragen zu Neunauge
Darf man Neunaugen angeln oder fangen?
Nein. Bach-, Fluss- und Meerneunauge sind in Deutschland als Arten der FFH-Richtlinie ganzjaehrig streng geschuetzt und duerfen nicht gezielt befischt oder entnommen werden. Sie gelten nicht als Angelfisch. Wer ein Neunauge als Beifang faengt, muss es unverzueglich und schonend zuruecksetzen; der Schutzstatus gilt regional verbindlich.
Ist das Neunauge gefaehrlich oder giftig?
Nein, das Neunauge ist fuer den Menschen ungiftig und nicht gefaehrlich. Es besitzt zwar ein rundes Saugmaul mit Hornzaehnchen, mit dem sich die parasitisch lebenden Arten (Fluss- und Meerneunauge) an Fischen festsaugen koennen, geht Menschen aber nicht an. Wegen des strengen Schutzstatus sollte man die Tiere ohnehin nicht aus dem Wasser nehmen, sondern in Ruhe lassen.
Was ist das Besondere am Neunauge?
Das Neunauge ist kein echter Fisch, sondern ein urtuemliches, kieferloses Rundmaul: aalfoermig, schuppenlos und ohne paarige Flossen, mit einem runden Saugmaul statt eines Kiefers. Den Namen geben die sieben Kiemenoeffnungen hinter dem Auge, die zusammen mit Auge und Nasenoeffnung wie neun Augen wirken. Die Larven (Querder) leben jahrelang eingegraben im Sediment, bevor sie sich verwandeln.