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Zackenbarsch (Dunkler Zackenbarsch)

Epinephelus marginatus

Massiver Raubfisch der Mittelmeer-Riffe – kaum zu fangen, stark geschützt, legendär unter Tauchern.

Steckbrief

Schonzeit
In vielen Mittelmeergebieten ganzjährig streng geschützt (z. B. Frankreich, Spanien, Kroatien); Entnahme in Schutzzonen verboten
Mindestmaß
45 cm (regional verschieden, oft höher)
Größe
50–150 cm
Gewicht
3–60 kg
Laichzeit
Juli bis September
Beste Saison
Sommer und früher Herbst (Juli bis Oktober)
Lebensraum
Felsige Korallenriffe und Unterwasserhöhlen in Tiefen von 5 bis 200 m, bevorzugt klares, warmes Wasser über 15 °C; standorttreu
Verbreitung
Mittelmeer, Ostatlantik von Portugal bis Angola einschließlich Azoren, Madeira und Kanarische Inseln; gelegentlich auch vor der Küste Portugals und Südwestspaniens
Verwechslungsgefahr
Der Goldbarsch oder Rotbarsch (Sebastes spec.) ist kleiner, schlanker und deutlich roter gefärbt. Der Wolfsbarsch (Dicentrarchus labrax) ist silbrig-grau, schlanker und ohne die charakteristischen hellen Flecken. Der Zackenbarsch ist durch seinen massigen Körperbau, den überproportional großen Kopf mit dem weit vorspringenden Unterkiefer, die dunkelbraune Grundfärbung mit hellgelb-weißlichen unregelmäßigen Flecken und den breiten Schwanz mit schmalem weißem Saum eindeutig zu identifizieren. Ähnliche Epinephelus-Arten (z. B. E. costae, E. aeneus) kommen im selben Gebiet vor, sind aber heller oder anders gemustert.

Methoden & Köder

Bewährte Fangmethoden:

Meeresangeln vom BootTiefseeangelnSpinnangeln an FelsriffenSchleppangeln

Top-Köder:

Lebend-/Totköder (Makrele, Sardine)TintenfischOktopusgroße GummifischePilkerDeepwater-Jigs

Über den Fisch

Der Dunkle Zackenbarsch ist einer der eindrucksvollsten Raubfische des Mittelmeers und östlichen Atlantiks. Sein mächtiger, komprimierter Körper mit dem großen, weit aufklappbaren Maul und den dicken, fleischigen Lippen verleiht ihm ein markantes, fast einschüchterndes Erscheinungsbild. Die dunkle, schokoladenbraune bis olivgrüne Grundfärbung ist mit unregelmäßig verteilten hellgelben bis weißlichen Flecken übersät, die auch im Alter nicht vollständig verschwinden. Die breite Schwanzflosse trägt einen charakteristischen schmalen weißen Rand. Jungfische sind heller und stärker gefleckt.

Als ausgesprochener Protogyniker beginnt der Zackenbarsch sein Geschlechtsleben als Weibchen und wandelt sich mit zunehmendem Alter und zunehmender Körpergröße in ein Männchen um. Da die größten, ältesten Tiere stets Männchen sind, sind selektive Entnahmen großer Exemplare besonders bestandsgefährdend. Die Art ist standorttreu und bewohnt über Jahre dieselbe Felshöhle oder denselben Riffabschnitt. Sie kann über 50 Jahre alt werden.

In den meisten Mittelmeerländern ist der Zackenbarsch streng geschützt oder darf nur mit strikten Auflagenbesteheneingenommen werden. Ungeachtet dessen ist er für ambitionierte Hochsee- und Riffangler im Atlantik (Portugal, Azoren) eine Trophäenfischart ersten Ranges. Das helle, feste Fleisch gilt als Delikatesse der mediterranen Küche und macht ihn auch kommerziell begehrt.

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