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Meeresfisch

Atlantischer Seewolf

Anarhichas lupus

Der Atlantische Seewolf mit seinen eindrucksvollen Fangzähnen ist der unverkennbare Felsenfisch des Nordatlantiks — ein harmloser, aber beeindruckender Beifang.

Steckbrief

Schonzeit
Keine allgemeine Schonzeit
Mindestmaß
-
Größe
60–120 cm
Gewicht
2–15 kg
Laichzeit
Herbst – Winter (September – Januar)
Beste Saison
Ganzjährig; häufig als Beifang beim Tiefpilken in Norwegen
Lebensraum
Felsiger und steiniger Meeresboden in 1–500 m Tiefe; Riffe, Höhlen, Spalten; gelegentlich auf sandigem Grund
Verbreitung
Nordatlantik, Nordsee, Nordnorwegen, Island, Grönland, Spitzbergen; selten in der südlichen Nordsee
Verwechslungsgefahr
Nahezu unverwechselbar durch den massiven, stumpfen Kopf mit deutlich sichtbaren Fangzähnen und Mahlzähnen. Die 10–15 dunklen Querbänder auf blaugrauem bis braungrauem Grund sind markant. Keine Bauchflossen (wie bei allen Seewölfen). Verwechslung mit anderen Seewolfarten (Gefleckter Seewolf, Anarhichas minor; Blauer Seewolf, A. denticulatus) möglich — A. lupus hat deutlich ausgeprägte Bänder, die anderen sind gefleckt oder einfarbig.

Methoden & Köder

Bewährte Fangmethoden:

TiefpilkenNaturköder am GrundBootsangeln auf Felsgrund

Top-Köder:

MuschelfleischSeh- und TintenfischköderPilker (mittel-schwer)Köderfisch

Über den Fisch

Der Atlantische Seewolf gehört zur Familie der Zoarcoidei (Schleimfischartige) und ist mit seinem massiven, stumpfen Kopf und den mächtigen Fang- und Mahlzähnen einer der ausdrucksstärksten Meeresfische des Nordatlantiks. Die Zähne sind kein Angriff, sondern Anpassung: Der Seewolf frisst harte Schalentiere wie Seeigel, Muscheln, Herzmuscheln und Krebse, die er mit den hinteren Mahlzähnen förmlich zerquetscht. Die lange Rückenflosse zieht sich vom Kopf bis zum Schwanz; Bauchflossen fehlen völlig.

Das blaugraue bis braungraue Körperkleid mit 10–15 dunklen, unregelmäßigen Querbändern macht ihn unverkennbar. Trotz seines furchterregenden Aussehens ist der Seewolf für Angler ungefährlich — solange man beim Abhaken die kräftigen Zähne respektiert. Er wird selten gezielt befischt, taucht aber regelmäßig als Beifang beim Tiefpilken und Grundangeln auf Felsgrund auf.

Das Fleisch des Seewolfs gilt als außerordentlicher Speisefisch: weiß, fest, fettarm und von feinem Geschmack. In Norwegen und Island wird er als Delikatesse geschätzt und in Restaurants unter dem Namen „Steinbeißer" (nicht zu verwechseln mit dem gleichnamigen Süßwasserfisch) angeboten. Die Bestände werden durch Grundschleppnetzfischerei belastet; Nachhaltigkeitszertifizierungen sind regional vorhanden.

So fängst du Atlantischer Seewolf

Techniken aus dem Verzeichnis, die für diesen Zielfisch bewährt sind.

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