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Meeresfisch

Rotbarsch

Sebastes norvegicus / S. viviparus

Leuchtendrote Tiefseeart mit großen Augen — einer der häufigsten Wildfische auf deutschen Tellern und ein begehrter Bootsfischfang in Norwegen.

Steckbrief

Schonzeit
keine nationale Schonzeit (EU-Quoten)
Mindestmaß
ca. 28–35 cm (je nach Region)
Größe
30–60 cm
Gewicht
bis ca. 5 kg
Laichzeit
Lebendgebärend: Larven März–Mai
Beste Saison
Ganzjährig; Frühsommer und Herbst oft beste Beißzeiten
Lebensraum
Felsboden & Tiefseehänge, 100–500 m
Verbreitung
Nordostatlantik, Nordsee, Norwegische See, Island
Verwechslungsgefahr
Ähnelt dem Goldbarsch, unterscheidet sich durch die großen Augen und die tiefrote Grundfärbung.

Methoden & Köder

Bewährte Fangmethoden:

Top-Köder:

schwerer JigTintenfischFischstreifen

Über den Fisch

Der Rotbarsch ist ein langsam wachsender Tiefseefisch aus der Familie der Drachenkopfartigen und kann über 60 Jahre alt werden — ein Grund, warum seine Bestände schonend bewirtschaftet werden müssen. Er lebt in großen Tiefen an felsigen Strukturen und Unterwasserhängen im Nordostatlantik.

Als Speisefisch ist er in Deutschland sehr beliebt: Das feste, rosa-weiße Fleisch eignet sich hervorragend zum Braten und Räuchern. Die markanten roten Flossen und die großen, lichtempfindlichen Augen verraten seinen Ursprung aus dunkler Tiefe.

Für Sportangler ist ein Angelurlaub in Norwegen oft der einfachste Weg zum Rotbarschfang — in skandinavischen Küstengewässern wird er vom Boot aus mit schweren Jigs aus Tiefen von 100–400 m gezogen.

Häufige Fragen zu Rotbarsch

Ist Rotbarsch der gleiche Fisch wie Goldbarsch?

Nein, aber eng verwandt. Beide gehören zur Gattung Sebastes. Im deutschen Handel wird oft "Rotbarsch" ohne Artangabe verkauft. Der Begriff umfasst mehrere Arten, darunter Sebastes norvegicus (Großer Rotbarsch) und S. viviparus (Kleiner Rotbarsch).

Warum ist Rotbarsch so teuer in der Zucht?

Rotbarsche sind lebendgebärend, wachsen extrem langsam (1–2 cm/Jahr) und werden erst mit ca. 12 Jahren geschlechtsreif. Das macht kommerzielle Aquakultur wirtschaftlich kaum attraktiv — fast alles im Handel ist Wildfang.

Kann man Rotbarsch in Deutschland fangen?

Direkt in der deutschen Nordsee ist Rotbarsch selten. Der typische Fangort für Sportangler ist Norwegen, Island oder die Färöer, wo er vom Boot aus mit schweren Jigs in 100–400 m Tiefe gezielt wird.

So fängst du Rotbarsch

Techniken aus dem Verzeichnis, die für diesen Zielfisch bewährt sind.

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