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Friedfisch

Sichling (Ziege)

Pelecus cultratus

Eleganter Spezialist großer Tieflandflüsse mit säbelartig gebogener Bauchkurve — nimmt Insekten von der Oberfläche wie eine Forelle.

Steckbrief

Schonzeit
April–Juni (regional verschieden; Richtwert)
Mindestmaß
25–30 cm (regional verschieden; Richtwert)
Größe
20–40 cm
Gewicht
100–500 g
Laichzeit
Mai–Juni
Beste Saison
Mai–September; beste Aktivität bei Insektenschlupf
Lebensraum
Große, träge Flüsse und angrenzende Seen; Freiwasser und Oberfläche
Verbreitung
Donau-Einzugsgebiet; Elbe, Oder, Weichsel (Ostsee-Zuflüsse); selten und gefährdet in DE
Verwechslungsgefahr
Ukelei (Alburnus alburnus) — kleiner, weniger geschwungene Bauchlinie, kein Kiel; Zährte (Vimba vimba) — ähnliche Körperform, aber dunklerer Rücken, nach unten gerichtetes Maul.

Methoden & Köder

Bewährte Fangmethoden:

Fliegenfischen (Trockenfliege, Emerger)Ultraleicht-SpinnangelnPosenfischen oberflächennah

Top-Köder:

TrockenfliegeEmergerMini-Spinner 1–3gKleine Nymphe

Über den Fisch

Der Sichling ist eine der ungewöhnlichsten heimischen Weißfischarten. Seine stark nach oben gebogene Bauchkurve und der scharfe, schuppenlose Kiel entlang des Bauchs machen ihn von allen anderen Fischen sofort unterscheidbar. Die langen, spatelförmigen Brustflossen erlauben ihm elegante Wendemanöver nahe der Wasseroberfläche.

Biologisch ist er ein Oberflächenfresser: Mit seinem weit aufwärts gerichteten Maul nimmt er fallende Insekten und Schwärmlinge direkt von der Oberfläche — was ihn zu einem der wenigen Weißfische macht, die mit der Trockenfliege befischt werden können. Er lebt in großen Tieflandflüssen und Seen des Donaugebiets sowie der Ostsee-Zuflüsse. In Deutschland gilt er als selten bis gefährdet, was strenge Schonzeiten erfordert.

So fängst du Sichling (Ziege)

Techniken aus dem Verzeichnis, die für diesen Zielfisch bewährt sind.

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