Steckbrief
Methoden & Köder
Bewährte Fangmethoden:
Top-Köder:
Über den Fisch
Der Silberkarpfen stammt aus Ost- und Südostasien und wurde zur Algenkontrolle in Teiche eingesetzt. Aus Aquakulturen entkommen, hat er sich in vielen europäischen Flüssen und Seen etabliert und gilt heute als invasive Art.
Seine Besonderheit: Der Silberkarpfen filtert Phytoplankton und Schwebstoffe mithilfe feinporiger Kiemenrechen direkt aus dem Wasser — konventionelle Hakenköder nimmt er kaum an. Das macht ihn zum schwierigsten heimischen Fisch überhaupt. Erfolgreiche Methoden sind Pellet-Paste oder schwimmende pflanzliche Köder.
Bekannt ist er auch durch sein Verhalten, auf Motorengeräusche oder Erschütterungen meterhoch aus dem Wasser zu springen — was bereits zu Verletzungen von Bootsfahrern geführt hat. Da er keine Schonzeit hat, darf er ganzjährig entnommen werden.
Häufige Fragen zu Silberkarpfen
Warum ist der Silberkarpfen so schwer zu angeln?
Der Silberkarpfen ernährt sich fast ausschließlich durch Filtration von Phytoplankton und Schwebstoffen. Er nimmt keine typischen Angelköder aktiv auf. Einige Angler nutzen spezielle Pellet-Pastemontagen oder Matschköder — mit bescheidenem Erfolg.
Darf man Silberkarpfen in Deutschland angeln?
Ja, der Silberkarpfen ist in Deutschland nicht geschützt und hat keine Schonzeit. Er zählt als invasive Art. Ein gültiger Fischereischein und eine Angelerlaubnis für das jeweilige Gewässer sind trotzdem erforderlich.
Warum springen Silberkarpfen aus dem Wasser?
Der Silberkarpfen erschrickt auf laute Geräusche und Erschütterungen — etwa Motorengeräusche — und springt reflexartig meterhoch aus dem Wasser. In den USA, wo große Bestände in Flüssen stehen, sind Personenschäden durch springende Silberkarpfen dokumentiert.
So fängst du Silberkarpfen
Techniken aus dem Verzeichnis, die für diesen Zielfisch bewährt sind.