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Friedfisch

Silberkarpfen

Hypophthalmichthys molitrix

Invasiver Filtrierer aus Asien — wegen seiner Phytoplankton-Ernährung fast unmöglich konventionell zu angeln, aber in deutschen Gewässern häufig und durch spektakuläre Sprünge bekannt.

Steckbrief

Schonzeit
keine (invasive Neozoe)
Mindestmaß
Größe
60–120 cm
Gewicht
bis ca. 50 kg
Laichzeit
Mai – Juli
Beste Saison
Sommer (wärmere Monate bevorzugt)
Lebensraum
Ruhige, flache Gewässerabschnitte; Stauhaltungen, Seen, Flussbuchten
Verbreitung
Ursprünglich China und Sibirien; in Deutschland als Neozoe in vielen Flüssen und Seen eingebürgert
Verwechslungsgefahr
Marmorkarpfen (Hypophthalmichthys nobilis) — Silberkarpfen hat kleineren Kopf und keinen dunklen Fleck hinter dem Auge.

Methoden & Köder

Bewährte Fangmethoden:

Grundangeln mit pflanzlichen PastenködernSchwimmende MontagenAlgenpaste-Techniken

Top-Köder:

MaisBrotkrustePflanzliche PastenköderPelletsAlgenextrakt-Paste

Über den Fisch

Der Silberkarpfen stammt aus Ost- und Südostasien und wurde zur Algenkontrolle in Teiche eingesetzt. Aus Aquakulturen entkommen, hat er sich in vielen europäischen Flüssen und Seen etabliert und gilt heute als invasive Art.

Seine Besonderheit: Der Silberkarpfen filtert Phytoplankton und Schwebstoffe mithilfe feinporiger Kiemenrechen direkt aus dem Wasser — konventionelle Hakenköder nimmt er kaum an. Das macht ihn zum schwierigsten heimischen Fisch überhaupt. Erfolgreiche Methoden sind Pellet-Paste oder schwimmende pflanzliche Köder.

Bekannt ist er auch durch sein Verhalten, auf Motorengeräusche oder Erschütterungen meterhoch aus dem Wasser zu springen — was bereits zu Verletzungen von Bootsfahrern geführt hat. Da er keine Schonzeit hat, darf er ganzjährig entnommen werden.

Häufige Fragen zu Silberkarpfen

Warum ist der Silberkarpfen so schwer zu angeln?

Der Silberkarpfen ernährt sich fast ausschließlich durch Filtration von Phytoplankton und Schwebstoffen. Er nimmt keine typischen Angelköder aktiv auf. Einige Angler nutzen spezielle Pellet-Pastemontagen oder Matschköder — mit bescheidenem Erfolg.

Darf man Silberkarpfen in Deutschland angeln?

Ja, der Silberkarpfen ist in Deutschland nicht geschützt und hat keine Schonzeit. Er zählt als invasive Art. Ein gültiger Fischereischein und eine Angelerlaubnis für das jeweilige Gewässer sind trotzdem erforderlich.

Warum springen Silberkarpfen aus dem Wasser?

Der Silberkarpfen erschrickt auf laute Geräusche und Erschütterungen — etwa Motorengeräusche — und springt reflexartig meterhoch aus dem Wasser. In den USA, wo große Bestände in Flüssen stehen, sind Personenschäden durch springende Silberkarpfen dokumentiert.

So fängst du Silberkarpfen

Techniken aus dem Verzeichnis, die für diesen Zielfisch bewährt sind.

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