Start/Wissen/Dornhai (Spiny Dogfish)
Meeresfisch

Dornhai (Spiny Dogfish)

Squalus acanthias

Kleiner Hochseehai mit giftigem Rückenstachel – häufig in Nord- und Ostsee.

Steckbrief

Schonzeit
Ganzjährig geschützt (EU-weites Fangverbot in vielen Gewässern; regionale Ausnahmen möglich)
Mindestmaß
-
Größe
60–120 cm
Gewicht
2–9 kg
Laichzeit
Keine klassische Laichzeit; lebendgebärend, Trächtigkeit 18–24 Monate
Beste Saison
Herbst und Winter (wenn Schulen küstennah ziehen)
Lebensraum
Küstennahe und offene Meeresgebiete, oft in Schulen, bevorzugt kaltes Wasser von 7–15 °C, von der Oberfläche bis 900 m Tiefe
Verbreitung
Nordatlantik, Nordsee, Ostsee (westlicher Teil), Mittelmeer; kosmopolitisch in gemäßigten und subarktischen Meeren
Verwechslungsgefahr
Der Kleingefleckte Katzenhai (Scyliorhinus canicula) ist ähnlich klein, hat aber kein Dornengebilde vor den Rückenflossen und zeigt stärker gefleckte Zeichnung. Der Hundshai (Mustelus mustelus) ist glattköpfiger, ebenfalls ohne Stacheln. Das eindeutige Erkennungsmerkmal des Dornhais ist der scharfe, leicht giftige Stachel vor jeder der beiden Rückenflossen sowie die fehlende Afterflosse.

Methoden & Köder

Bewährte Fangmethoden:

GrundangelnBootsangelnSchleppleinen

Top-Köder:

MakrelenstreifenHeringsfiletTintenfischstreifenSandaale

Über den Fisch

Der Dornhai ist mit 60 bis 120 cm Länge einer der kleinsten und gleichzeitig häufigsten Haie in europäischen Gewässern. Sein schlanker, spindelförmiger Körper ist graubraun gefärbt und trägt charakteristische weiße Flecken entlang der Flanken. Das unverwechsellichste Merkmal sind die kräftigen, leicht giftigen Stacheln, die jeweils vor den beiden Rückenflossen sitzen und bei unvorsichtigem Handling zu Verletzungen führen können. Eine Afterflosse fehlt vollständig, und die Schwanzflosse ist asymmetrisch (heterozerkal) ausgeprägt.

Der Dornhai lebt in Schulen und unternimmt ausgedehnte saisonale Wanderungen. Im Herbst und Winter zieht er oft dicht an die europäischen Küsten heran, was ihn für Bootsangler zugänglich macht. Seine Nahrung besteht hauptsächlich aus Fischen, Tintenfischen und Krebstieren. Die Trächtigkeit dauert ungewöhnlich lange – bis zu 24 Monate – und die Weibchen bringen drei bis elf lebende Junge zur Welt, was ihn sehr anfällig für Überfischung macht.

In vielen EU-Gewässern gilt für den Dornhai ein striktes Fangverbot oder strenge Entnahme-Quoten, da die Bestände seit Jahrzehnten stark zurückgegangen sind. Angler, die einen Dornhai fangen, sind in der Regel verpflichtet, ihn umgehend und schonend zurückzusetzen. Beim Handling ist äußerste Vorsicht geboten: Stacheln vermeiden, Handschuhe tragen.

So fängst du Dornhai (Spiny Dogfish)

Techniken aus dem Verzeichnis, die für diesen Zielfisch bewährt sind.

Weiter geht's