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Angeln in der Lippe: Tipps für Anglerfreunde

Die Lippe ist ein rund 220 Kilometer langer, rechter Nebenfluss des Rheins in Nordrhein-Westfalen. Sie entspringt in Bad Lippspringe am Fuß des Eggegebirges und mündet bei Wesel in den Rhein. Als strukturreicher, abwechslungsreicher Tieflandfluss ist sie ein lohnendes Revier – besonders für Barbe und Hecht. Dieser Überblick zeigt die wichtigsten Abschnitte, die Zielfische, die Bewirtschaftung und den Weg zur Angelkarte.

Die wichtigsten Abschnitte an der Lippe

Mittellauf und Verbandsstrecken

Die zusammenhängenden Verbandsstrecken beginnen flussabwärts unterhalb von Hamm und reichen über weite Teile des Mittel- und Unterlaufs. Hier ist die Lippe strukturiert und strömungsreich – ein ideales Revier für Barbe, Döbel und Hecht. Diese Strecken werden vom Landesfischereiverband Westfalen und Lippe bewirtschaftet.

Unterlauf am Niederrhein

Im Mündungsbereich bei Wesel geht die Lippe in den Einfluss des Rheins über. Hier bieten örtliche Vereine teils Erlaubnisscheine auch ohne Vereinszugehörigkeit an, sodass Gastangler vergleichsweise unkompliziert ans Wasser kommen.

Realistische Zielfische in der Lippe

Die Lippe beherbergt einen breiten Misch­bestand:

  • Raubfische: Hecht, Zander, Flussbarsch, Wels und Rapfen, dazu Aal und vereinzelt Forelle.
  • Friedfische: Barbe, Döbel, Brassen, Güster, Rotauge, Rotfeder, Aland, Schleie und Ukelei.
  • Karpfen: als Schuppen-, Spiegel- und Graskarpfen.

Methoden, die in der Lippe funktionieren

In den strömungsreichen Abschnitten ist das Posen- und Feederangeln auf Barbe und Döbel besonders fängig. Auf Hecht, Zander und Barsch funktioniert das Spinnfischen, der kräftige Welsbestand lohnt das gezielte Ansitzangeln. Das Angeln mit lebendem Köderfisch ist verboten.

Bewirtschaftung und Erlaubnisscheine

Oberhalb von Wesel ist die Lippe überwiegend nur mit einer Verbandskarte des Landesfischereiverbands Westfalen und Lippe zu befischen. Am Niederrhein im Raum Wesel geben örtliche Vereine Erlaubnisscheine teils ohne Vereinsmitgliedschaft aus. In jedem Fall brauchst du zusätzlich den staatlichen Fischereischein. Welche Karte den gewünschten Abschnitt abdeckt, klärst du vor dem Angeln über den Verband bzw. den jeweiligen Verein.

Ausrüstung und Montagen

  • Barbe/Döbel: Posen- oder Feedergerät, das in der Strömung sauber führt.
  • Raubfisch: Spinnrute mit Gummifisch auf Hecht, Zander und Barsch, dazu ein bissfestes Vorfach.
  • Wels: kräftiges Ansitzgerät für die großen Exemplare der Lippe.

Gute Angelstellen erkennen

Die Lippe ist strukturreich: Gleiten und Rauschen, Prallhänge, tiefe Gumpen, Totholz und überhängende Ufer verraten die besten Standplätze. Barbe und Döbel halten sich an Strömungskanten und über kiesigem Grund, Hecht und Zander lauern an Strukturen und ruhigeren Buchten. Wer die Stellen vorab ausmacht, fischt gezielter und schont das Gewässer.

Saisonale Orientierung

Im Frühjahr werden Friedfische in den wärmeren Uferzonen aktiv, sobald die Schonzeiten enden. Der Sommer ist Barben-, Karpfen- und Welszeit, am besten früh und spät. Der Herbst bringt die beste Raubfischphase auf Hecht und Zander. Im Winter bleibt der Zander an tieferen Stellen ein lohnendes Ziel. Schonzeiten sind regional geregelt und vor dem Angeln zu prüfen.

Tipps für erfolgreiche Touren

In der Lippe ist die Barbe im Sommer über kiesigem Grund ein dankbares Ziel, am besten mit Anfutter und Tageslicht. Hecht und Zander laufen im Herbst an Strukturen wie Totholz und Prallhängen. Nach Hochwasser sammeln sich Fische in den ruhigeren Randzonen und Kehrwassern. Wer die strukturreiche Lippe vorher erkundet und seine Stellen kennt, fischt deutlich gezielter.

Regeln, Schonzeiten und Rücksicht

Schonzeiten, Mindestmaße und Entnahmeregeln sind regional festgelegt; maßgeblich sind der Erlaubnisschein und das Landesfischereigesetz NRW. Manche Strecken begrenzen die Zahl der entnehmbaren Fische – prüfe die Vorgaben vor dem Angeln. Bundesweit gelten das Verbot des lebenden Köderfischs und der waidgerechte Umgang mit dem Fang.

Kescher, Lösezange und Maßband gehören zur Grundausstattung, um Fische schnell und schonend zu versorgen. Ob ein Setzkescher erlaubt ist und wie viele Ruten geführt werden dürfen, regelt der jeweilige Erlaubnisschein. Manche Lippestrecken begrenzen die Zahl der entnehmbaren Fische – prüfe die Vorgaben vor dem Angeln und führe die Karte ausgedruckt mit.

FAQ

Welche Fische fängt man in der Lippe?

Vor allem Barbe und Hecht, dazu Zander, Flussbarsch, Wels, Rapfen und Aal sowie Friedfische wie Döbel, Brassen, Aland, Schleie und Karpfen.

Wer bewirtschaftet die Lippe?

Die zusammenhängenden Verbandsstrecken unterhalb von Hamm werden vom Landesfischereiverband Westfalen und Lippe bewirtschaftet. Am Niederrhein verwalten Vereine einzelne Abschnitte.

Komme ich als Gastangler ohne Verein ans Wasser?

Am Niederrhein im Raum Wesel bieten Vereine teils Erlaubnisscheine ohne Vereinszugehörigkeit an. Oberhalb von Wesel ist meist eine Verbandskarte nötig.

Ist die Lippe gut für Barben?

Ja. Die strukturierte, strömungsreiche Lippe gilt als ausgesprochen gutes Barbengewässer; Posen- und Feederangeln sind dafür erste Wahl.

Welche Methode passt für die Lippe?

An den strömungsreichen Abschnitten das Posen- und Feederangeln auf Barbe und Döbel, dazu das Spinnfischen auf Hecht, Zander und Barsch sowie das Ansitzangeln auf Wels.

Brauche ich oberhalb von Wesel eine Verbandskarte?

In der Regel ja. Oberhalb von Wesel ist die Lippe überwiegend nur mit einer Verbandskarte zu befischen. Zusätzlich ist der staatliche Fischereischein nötig.

Wie komme ich an der Lippe an einen Erlaubnisschein?

Oberhalb von Wesel ist die Lippe überwiegend nur mit einer Verbandskarte des Landesfischereiverbands Westfalen und Lippe zu befischen. Am Niederrhein im Raum Wesel geben Vereine teils Erlaubnisscheine ohne Vereinsmitgliedschaft aus. In jedem Fall brauchst du zusätzlich den staatlichen Fischereischein und führst die Karte ausgedruckt mit.

RA
Redaktion angelguide.de

Schreibt für angelguide.de über Reviere & Reisen.

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