Bologneseangeln
Was ist Bologneseangeln?
Das Bologneseangeln verbindet die feine Posenpräsentation des Stippens mit der Reichweite einer Rolle. Die lange Teleskoprute (meist 5 bis 8 Meter) führt eine treibende Pose mit der Strömung, während die Rolle das Ablassen von Schnur und das Drillen größerer Fische erlaubt.
Diese Technik (auch Trotting genannt) ist ideal, um den Köder natürlich über eine lange Strecke durch eine Flussrinne treiben zu lassen - genau so, wie die Fische ihre Nahrung erwarten. Sie ist erste Wahl auf Rotauge, Döbel, Barbe und Aland im strömenden Wasser.
Gefischt wird vor allem an Flüssen, aber auch an größeren Seen und Kanälen.
Zielfische & Einsatzbereich
Saison: Ganzjährig, besonders an strömenden Flüssen
Montage
Laufpose auf der Hauptschnur, darunter abgestimmte Bebleiung; die Pose treibt mit der Strömung, die Rolle gibt Schnur frei.
Köder & Imitationen
5 Praxis-Tipps
- 1. Die Pose mit der Strömung treiben lassen und ab und zu kurz abstoppen, um den Köder aufsteigen zu lassen.
- 2. Mit losem Futter im Rhythmus des Treibens anfüttern.
- 3. Vorfach und Pose fein abstimmen, um die langen Drifts kontrolliert zu führen.
Zielfische im Steckbrief
Alles zu Schonzeit, Ködern und Lebensraum — pro Fischart.
Rotauge (Plötze)
Das Rotauge (Plötze) ist Deutschlands häufigster Friedfisch — der ideale Fisch zum Stippen und für den Einstieg.
Brassen (Blei)
Der hochrückige Brassen ist der klassische Schwarm-Friedfisch — in großen Trupps unterwegs und ideal zum Feedern.
Döbel (Aitel)
Der robuste Döbel ist ein vorsichtiger Allesfresser der Fließgewässer — kapitale Exemplare gelten als echte Herausforderung.
Barbe
Die stromlinienförmige Barbe ist die kraftvolle Kämpferin der Kiesstrecken — ein Drill der Sonderklasse.
Aland (Nerfling)
Der Aland ist ein geselliger, kräftiger Weißfisch größerer Flüsse — wendig im Drill und auch auf Kunstköder zu fangen.
Wo Bologneseangeln funktioniert
Reviere aus dem Gewässer-Verzeichnis mit passendem Typ und Zielfischbestand.
Mosel
Die Mosel ist ein staugeregelter Strom in Rheinland-Pfalz mit starkem Raubfischbestand (Zander, Hecht, Wels, Barsch), für den Erlaubnisscheine seit Juni 2025 auch online erhältlich sind.
Elbe
Die Elbe ist einer der großen Ströme Deutschlands und ein vielseitiges Fließgewässer mit starkem Raubfischbestand vom sächsischen Oberlauf bis zum tidebeeinflussten Mündungsbereich an der Nordsee.
Spree
Vielseitiger ostdeutscher Strom von der Lausitz über den Spreewald bis Berlin, bekannt als starkes Raubfischrevier auf Hecht, Zander, Barsch und Wels.
Verwandte Techniken
Posenangeln
Die klassische Methode mit der Pose: Sie zeigt jeden Biss sichtbar an und hält den Köder in der richtigen Tiefe — ideal für Einsteiger und universell einsetzbar.
Stippen mit der Kopfrute
Die ursprünglichste Friedfischmethode: eine Rute ohne Rolle, mit der der Köder federleicht und punktgenau auf kurze bis mittlere Distanz präsentiert wird.
Grundangeln
Die universellste Angelmethode: Köder liegt mit Gewicht auf dem Grund — effektiv für Fried- und Raubfische ohne spezielle Ausrüstung.