Vom Angler zum Jäger: Angelschein und Jagdschein im Vergleich
Angelschein und Jagdschein im Vergleich: Wo sich Fischerei- und Jägerprüfung ähneln, was der Jagdschein kostet und dauert – und warum Angler oft gute Jäger werden.

Die Ruhr durchfließt von ihrer Quelle im Sauerland bis zur Mündung in den Rhein bei Duisburg ein dicht besiedeltes, abwechslungsreiches Land. Für Angler besonders interessant sind die sechs Ruhrstauseen – darunter Baldeneysee, Kettwiger See und Hengsteysee –, die mitten im Ballungsraum gute Reviere bieten. Dieser Überblick zeigt die wichtigsten Abschnitte, die Zielfische, die Bewirtschaftung und den Weg zur Angelkarte.
Auf ihrem Weg zum Rhein ist die Ruhr mehrfach aufgestaut. Diese Stauseen sind seenartige, gut zugängliche Reviere mit kräftigem Fischbestand. Der Baldeneysee in Essen ist der größte von ihnen; weitere bekannte Seen sind der Kettwiger See und der Hengsteysee.
Zwischen und oberhalb der Stauseen bietet die Ruhr strömungsgeprägte Abschnitte mit Barbe, Döbel und Äsche in geeigneten Bereichen sowie Hecht, Barsch und Aal. Die Strecken werden von örtlichen Vereinen verwaltet.
Stauseen und Fließstrecken ergänzen sich im Artenbild:
An den Stauseen sind Grund- und Posenmontagen auf Karpfen, Schleie und Brassen sowie das Spinn- und Ansitzangeln auf Hecht, Zander und Barsch verbreitet. In den Fließstrecken passen Feeder- und Posenangeln auf Barbe und Döbel. Das Angeln mit lebendem Köderfisch ist verboten.
Hier sind zwei Institutionen zu unterscheiden: Der Ruhrverband betreibt die Stauseen wasserwirtschaftlich, während die 1881 gegründete Ruhrfischereigenossenschaft die Fischerei bewirtschaftet, Besatz vornimmt und Fangmeldungen auswertet. Die konkreten Tageskarten geben die örtlichen Angelvereine aus, die einzelne Strecken gepachtet haben. Zusätzlich brauchst du den staatlichen Fischereischein. In NRW muss die Angelkarte ausgedruckt mitgeführt werden.
An den Ruhrstauseen sind Krautkanten, Einläufe und abfallende Unterwasserkanten die Schlüsselstellen für Hecht, Schleie und Karpfen. An den Stauwehren und in den anschließenden Fließstrecken konzentriert die Strömung die Fische – hier stehen Zander, Barbe und Döbel. Übergänge von flach zu tief und ruhige Kehrwasser sind in beiden Gewässertypen verlässliche Ansatzpunkte.
Im Frühjahr werden Friedfische in den wärmeren Uferzonen aktiv, sobald die Schonzeiten enden. Der Sommer ist Karpfen- und Schleienzeit an den Seen, am besten früh und spät. Der Herbst bringt die beste Raubfischphase auf Hecht und Zander. Im Winter bleibt der Zander an tieferen Stellen ein lohnendes Ziel. Schonzeiten sind regional geregelt und vor dem Angeln zu prüfen.
An den Ruhrstauseen sind im Sommer die frühen und späten Stunden am ergiebigsten, wenn der Freizeitbetrieb ruht; auf Karpfen und Schleie lohnt gezieltes Anfutter an Krautkanten. Auf Hecht und Zander ist der Herbst die beste Zeit, in den Fließstrecken an den Wehren beißen Barbe und Döbel nach mildem Regen besonders gut. Plane an den belebten Seen ruhige Stellen und Tageszeiten ein.
Schonzeiten, Mindestmaße, Nachtangel- und Entnahmeregeln sind regional festgelegt; maßgeblich sind der Erlaubnisschein und das Landesfischereigesetz NRW. An den Seen herrscht reger Freizeitbetrieb, sodass Rücksicht und die Beachtung von Sperrzonen wichtig sind. Bundesweit gelten das Verbot des lebenden Köderfischs und der waidgerechte Umgang mit dem Fang.
Kescher, Lösezange und Maßband gehören zur Grundausstattung, um Fische schnell und schonend zu versorgen. Ob ein Setzkescher erlaubt ist und wie viele Ruten geführt werden dürfen, regelt der jeweilige Erlaubnisschein. In Nordrhein-Westfalen muss die Angelkarte ausgedruckt mitgeführt werden; an den stark genutzten Seen sind Rücksicht und Sperrzonen zu beachten.
Neben der Ruhr selbst lohnen sich die umliegenden Stauseen und Talsperren — viele davon intensiv bewirtschaftet und gut zugänglich:
Einen Überblick über alle Angelgewässer in Nordrhein-Westfalen bietet der Artikel Angeln in NRW.
Die 1881 gegründete Ruhrfischereigenossenschaft bewirtschaftet See und Ruhr, besetzt und wertet Fangmeldungen aus. Den wasserwirtschaftlichen Betrieb der Stauseen übernimmt der Ruhrverband.
Bei den örtlichen Angelvereinen, die einzelne Strecken und Seen gepachtet haben, sowie teils online. Zusätzlich ist der staatliche Fischereischein nötig.
Hecht, Zander, Barsch, Wels, Aal und Rapfen als Räuber sowie Brassen, Rotauge, Schleie, Barbe und Döbel als Friedfische; in den Seen zusätzlich Karpfen.
Ja. In Nordrhein-Westfalen reicht eine PDF auf dem Handy aktuell nicht aus – die Karte muss ausgedruckt mitgeführt werden.
Bekannte Reviere sind unter anderem der Baldeneysee, der Kettwiger See und der Hengsteysee. Die Tageskarten geben die jeweils zuständigen Vereine aus.
Für Karpfen und Schleie der Sommer (früh und spät), für Hecht und Zander der Herbst. An den belebten Seen lohnen generell die ruhigen Tagesrandzeiten.
Der Ruhrverband betreibt die Stauseen wasserwirtschaftlich, ist also für Stau und Wasserführung zuständig. Die Ruhrfischereigenossenschaft bewirtschaftet dagegen die Fischerei, nimmt Besatz vor und wertet Fangmeldungen aus. Die konkreten Tageskarten geben die örtlichen Vereine aus, die einzelne Strecken gepachtet haben.
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