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Wie viele Fische darf man fangen? Anglerinfos

Wie viele Fische darf man fangen? Anglerinfos

Eine bundesweit einheitliche Antwort gibt es nicht: Wie viele Fische du entnehmen darfst, regeln die Bundesländer über ihre Landesfischereigesetze – und vor allem der jeweilige Erlaubnisschein bzw. die Gewässerordnung. Vor dem Angeln gilt deshalb immer: Erlaubnisschein und die Regeln des Gewässers lesen.

Was die erlaubte Fangmenge bestimmt

  • Erlaubnisschein & Gewässerordnung: Viele Vereine und Gewässer setzen Tages- oder Jahresfanggrenzen (z. B. „max. 2 Raubfische pro Tag“). Diese stehen auf dem Schein – sie sind verbindlich.
  • Landesfischereigesetz: Mindestmaße und Schonzeiten legt jedes Bundesland selbst fest. Sie sind regional unterschiedlich und vor Ort zu prüfen.
  • Artspezifische Regeln: Für einzelne Arten gibt es eigene Vorgaben – etwa die jährlich angepasste EU-Tagesfanggrenze für Dorsch in der Ostsee. Solche Limits ändern sich, also vor der Saison aktuell nachsehen.
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Mindestmaß und Schonzeit – immer regionale Richtwerte

Untermassige Fische und Fische in der Schonzeit sind sofort schonend zurückzusetzen. Die konkreten Werte unterscheiden sich je nach Bundesland und Gewässer – als grobe Orientierung liegt das Mindestmaß beim Hecht regional bei etwa 45–50 cm, beim Zander ähnlich. Ein geschlechtsabhängiges Mindestmaß gibt es nicht – lebende Fische lassen sich daran ohnehin nicht zuverlässig unterscheiden. Verbindlich ist allein das, was im Landesfischereigesetz und auf deinem Erlaubnisschein steht. Eine Übersicht zu Arten, Schonzeiten und Maßen findest du in unserem Angel-Lexikon.

Manche Gewässer arbeiten zusätzlich mit einem Entnahmefenster („Küchenfenster“): Entnommen werden darf nur innerhalb einer Größenspanne, große Laichfische werden geschont und zurückgesetzt.

Verantwortungsvoll entnehmen

  • Nimm nur so viele Fische mit, wie du tatsächlich verwertest.
  • Geschützte Arten (z. B. Groppe, Bitterling, Neunauge) und untermassige Fische gehören sofort zurück.
  • In Deutschland greift das Tierschutzrecht: Fische dürfen nicht ohne vernünftigen Grund gefangen werden – reines „Fangen und Zurücksetzen“ als Selbstzweck ist je nach Bundesland heikel.

Kontrolle

Die Fischereiaufsicht kontrolliert Fischereischein, Erlaubnisschein und Fang. Wer sich an die Vorgaben des Gewässers hält, ist auf der sicheren Seite. Im Zweifel hilft ein kurzer Blick in die Gewässerordnung oder eine Nachfrage beim Verein.

Hinweis: Alle genannten Werte sind Richtwerte. Maßgeblich sind das Landesfischereigesetz deines Bundeslandes und die Regeln auf deinem Erlaubnisschein.

Häufige Fragen

Wie viele Fische darf ich fangen?

Eine bundesweit einheitliche Zahl gibt es nicht. Die erlaubte Entnahme regeln die Landesfischereigesetze und vor allem der Erlaubnisschein bzw. die Gewässerordnung - oft als Tages- oder Jahresfanggrenze. Vor dem Angeln immer diese Regeln lesen.

Was ist ein Entnahmefenster?

Ein Entnahmefenster (Küchenfenster) legt fest, dass nur Fische einer bestimmten Größenspanne entnommen werden dürfen - kleine und besonders große, laichstarke Tiere bleiben geschützt. Es ergänzt oder ersetzt das klassische Mindestmaß.

Muss ich einen gefangenen Fisch entnehmen?

Maßige, erlaubte Fische darfst du entnehmen, musst es aber nicht. Untermaßige oder geschonte Fische sowie alles, was du nicht verwerten willst, setzt du schonend zurück. Sinnloses Zurücksetzen verwertbarer Fische ist je nach Landesrecht aber eingeschränkt.

RA
Redaktion angelguide.de

Schreibt für angelguide.de über Reviere & Reisen.

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