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Wie Fische sehen: Farben, Licht und die Köderwahl

Wie ein Fisch die Welt sieht, entscheidet mit, welcher Köder fängt. Fische haben ein gut entwickeltes Farbsehen, doch das Wasser verändert die Farben drastisch - wer das versteht, wählt seine Köderfarbe nicht mehr nach Bauchgefühl, sondern nach Logik.

Das Wasser filtert Farben

Mit zunehmender Tiefe verschluckt das Wasser die Farben des Lichts - und zwar von langwellig nach kurzwellig. Rot verschwindet zuerst (schon nach wenigen Metern wirkt es grau-schwarz), dann Orange und Gelb, am längsten bleibt Blau-Grün sichtbar. In der Tiefe und im trüben Wasser zählt deshalb oft nicht die Farbe, sondern der Kontrast und die Silhouette.

Sehen bei wenig Licht

Viele Raubfische wie Zander sehen bei Dämmerung und in trübem Wasser hervorragend - eine spezielle Netzhautschicht verstärkt das Restlicht. Das erklärt, warum sie in der Dämmerung jagen. Manche Fische nehmen sogar UV-Anteile wahr, weshalb UV-aktive Köder zusätzlich reizen können.

Was das für die Köderwahl heißt

  • Klar & flach: natürliche Farben, die echte Beute imitieren.
  • Trüb oder tief: auffällige Signalfarben (Chartreuse) oder dunkle, kontrastreiche Silhouetten.
  • Dämmerung: dunkle Köder zeichnen sich gegen das Restlicht von oben am besten ab.

Häufige Fragen

Sehen Fische Farben?

Ja, die meisten Fische haben ein gutes Farbsehen, manche nehmen sogar UV-Licht wahr. Allerdings filtert das Wasser die Farben mit der Tiefe stark.

Warum ist die Köderfarbe in der Tiefe weniger wichtig?

Weil das Wasser Rot, Orange und Gelb mit der Tiefe verschluckt - in der Tiefe und im Trüben zählen Kontrast und Silhouette mehr als die genaue Farbe.

Welche Farbe bei trübem Wasser?

Auffällige Signalfarben wie Chartreuse oder dunkle, kontrastreiche Köder. Im klaren, flachen Wasser dagegen natürliche, beuteähnliche Farben.

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RA
Redaktion angelguide.de

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