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Seitenlinie und Fischsinne: Wie Fische ihre Beute orten

Fische verlassen sich längst nicht nur auf die Augen. Ein faszinierendes Sinnessystem aus Seitenlinie, Geruch, Geschmack und Gehör lässt sie Beute auch im Dunkeln und im trübsten Wasser orten. Wer das nutzt, fängt auch dann, wenn Sicht keine Rolle spielt.

Die Seitenlinie - der sechste Sinn

Die Seitenlinie ist ein Streifen feiner Sinneszellen entlang der Flanke. Sie nimmt Druckwellen und Vibrationen im Wasser wahr - ein Fisch "hört" und "fühlt" damit jede Bewegung. Ein zappelnder Köder, ein vibrierender Chatterbait oder ein taumelnder Gummifisch erzeugt genau die Signale, auf die Raubfische reagieren - selbst wenn sie ihn nicht sehen.

Geruch und Geschmack

Viele Fische, besonders Friedfische, Aal und Wels, haben einen exzellenten Geruchs- und Geschmackssinn. Welse etwa orten Beute fast ausschließlich über Geruch und die Geschmacksknospen ihrer Barteln. Deshalb wirken intensiv riechende Köder und Lockstoffe gerade im trüben Wasser und nachts so stark.

Was das für die Praxis heißt

  • Trübes Wasser/Nacht: vibrationsstarke Köder und Duft schlagen die Optik.
  • Naturköder: ihr Eigengeruch ist durch nichts zu ersetzen.
  • Aktive Führung: erzeugt die Druckwellen, die die Seitenlinie anlocken.

Häufige Fragen

Was ist die Seitenlinie beim Fisch?

Ein Sinnesorgan entlang der Flanke, das Druckwellen und Vibrationen im Wasser wahrnimmt. Der Fisch "fühlt" damit Bewegungen - auch von Beute oder Köder, die er nicht sieht.

Wie finden Fische Köder im trüben Wasser?

Über Seitenlinie (Vibration) und Geruch. Vibrationsstarke Köder und intensiv riechende Naturköder oder Lockstoffe sind dann fängiger als optische Reize.

Welche Fische riechen besonders gut?

Vor allem Wels, Aal und viele Friedfische. Der Wels ortet Beute fast nur über Geruch und die Geschmacksknospen seiner Barteln.

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RA
Redaktion angelguide.de

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