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Hering angeln: Saison, Paternoster & beste Stellen

Das Heringsangeln ist für viele Küstenangler der Saisonauftakt schlechthin: Wenn im Frühjahr die Heringsschwärme zum Laichen in die Ostseebuchten ziehen, stehen Angler dicht an dicht an Molen und Stegen. Dieser Guide zeigt, wie und wann du gezielt auf Hering fängst – und warum Maß halten heute wichtiger ist als früher.

Saison: der Frühjahrs-Heringszug

Die klassische Zeit ist das Frühjahr (etwa März bis Mai), wenn die Heringe zum Laichen in die flachen, küstennahen Bereiche der westlichen Ostsee ziehen. Bekannte Hotspots sind die Häfen und Molen rund um Kiel, die Schlei, Stralsund und Rügen. Die Schwärme ziehen in Schüben – an einem guten Tag fängst du im Akkord, an einem schlechten geht gar nichts. Tageslicht und ablaufendes Wasser spielen eine Rolle; oft sind die Morgen- und Abendstunden am besten.

Bestandslage: bitte maßvoll angeln

Der westliche Ostsee-Hering steht stark unter Druck – die Bestände sind in den letzten Jahren massiv eingebrochen, die kommerzielle Fischerei wurde weitgehend eingeschränkt. Für Angler heißt das: Informiere dich vor der Saison über die aktuell gültigen Regeln deines Küstenabschnitts und entnimm nur, was du wirklich verwertest. Ein verantwortungsvoller Umgang mit dem Bestand sichert die Heringssaison für die Zukunft.

Methode: das Heringspaternoster

Die mit Abstand verbreitetste Methode ist das Heringspaternoster – eine Vorfachmontage mit mehreren kleinen, glitzernden Beifängerhaken (oft mit Lametta oder Perlen), unten beschwert mit einem Blei. Du wirfst aus, lässt das Paternoster auf die gewünschte Tiefe sinken und hebst und senkst die Rute in gleichmäßigem Rhythmus. Hängt der Schwarm tief, lohnt sich Geduld beim Ausloten der Fangtiefe – sind die Heringe da, hast du oft mehrere Fische auf einmal am Vorfach.

Ausrüstung

Eine längere, weiche Spinn- oder Pilkrute (etwa 3 m) hilft beim Werfen vom Steg und beim sauberen Führen des Paternosters; eine mittlere Rolle mit dünner Schnur reicht völlig. Ein Eimer mit Deckel und etwas Eis hält den Fang frisch – Heringe verderben schnell und sollten zügig gekühlt werden.

Fazit

Heringsangeln ist Küstenangeln in geselliger Frühjahrsstimmung: Paternoster, Rhythmus und das richtige Timing des Schwarmzugs. Wer maßvoll entnimmt, genießt einen der schönsten und einfachsten Saisonauftakte an der Ostsee. Häufige Beifänge und weitere Küstenfische sind Makrele und Dorsch.

Häufige Fragen

Wann ist Heringssaison?

Im Frühjahr (etwa März bis Mai), wenn die Heringsschwärme zum Laichen in die flachen Bereiche der westlichen Ostsee ziehen.

Womit fängt man Hering?

Mit dem Heringspaternoster – einer Vorfachmontage mit mehreren kleinen, glitzernden Haken, die im gleichmäßigen Rhythmus auf- und abbewegt wird.

Wo angelt man auf Hering?

An den Molen, Stegen und Häfen der westlichen Ostsee, etwa rund um Kiel, die Schlei, Stralsund und Rügen.

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RA
Redaktion angelguide.de

Schreibt für angelguide.de über Meeresangeln.

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