Die Edersee-Legende: der 7-Kilo-Barsch, den nie jemand fing
Kaum eine Angelgeschichte hält sich so hartnäckig: Im Edersee soll ein Weltrekordbarsch von sieben Kilo gelebt haben. Der Kern der Geschichte ist real — 1944 wurde ein sehr großer Fisch tot vor der Staumauer gefunden, ein Jahr nach der Sprengung des Damms durch die britischen „Dambusters". Nur: Gefangen hat ihn niemand. Ein Fisch, der tot geborgen wird, ist kein Angelrekord, egal wie schwer er war. Und es kommt dicker. Die IG Edersee bezweifelt sogar die Fischart: Nach ihrer Einschätzung war es vermutlich gar kein Flussbarsch, sondern ein verwechselter Zander. Wir erzählen die Geschichte trotzdem gern — als das, was sie ist: eine Legende, kein Rekord. Der belegte deutsche Rekordbarsch stammt übrigens aus demselben See: 3,375 kg, 1962.