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Setzkescher: Rechtslage, Tierschutz und der richtige Einsatz

Der Setzkescher ist eines der am kontroversesten diskutierten Ausrüstungsteile. Er dient dazu, gefangene Fische lebend im Wasser zu hältern - etwa bei Angeln am Wettkampf oder wenn man den Fang erst am Ende verwerten will. Doch die Rechtslage ist streng und in jedem Bundesland anders. Dieser Guide ordnet ein - die folgenden Angaben sind Richtwerte, maßgeblich ist immer das Recht deines Bundeslandes und der Gewässerordnung.

Rechtslage: nicht überall erlaubt

In Deutschland ist der Einsatz des Setzkeschers tierschutzrechtlich stark eingeschränkt. In einigen Bundesländern ist das Hältern lebender Fische grundsätzlich verboten oder nur unter engen Auflagen zulässig - etwa bei Gemeinschaftsfischen mit Sondergenehmigung. Erkundige dich vor dem Einsatz zwingend bei deinem Landesfischereiverband und in der Gewässerordnung.

Wenn erlaubt: tierschutzgerecht einsetzen

  • Knotenlos und großmaschig: Nur weiche, knotenlose Netze verwenden - Knoten verletzen die Schleimhaut und Flossen.
  • Groß genug: Mindestens 3,50 m Länge und 50 cm Durchmesser, damit die Fische nicht gequetscht werden.
  • Richtig platzieren: Waagerecht im tieferen, sauerstoffreichen Wasser, nicht in der prallen Sonne und nicht im flachen Warmwasser.
  • Nicht überfüllen: Wenige Fische, schonend einsetzen und entnehmen.

Die bessere Alternative: sofort entscheiden

Der tierschonendste Weg ist, direkt am Fang zu entscheiden: Maßiger Fisch, den du verwerten willst? Dann waidgerecht betäuben, töten und versorgen. Untermaßiger oder geschonter Fisch? Dann mit nasser Hand oder über die Abhakmatte schonend zurücksetzen (Catch & Release beachten). So vermeidest du die rechtliche Grauzone ganz.

Häufige Fragen

Ist ein Setzkescher in Deutschland erlaubt?

Das hängt vom Bundesland ab. In einigen ist das Hältern lebender Fische verboten oder nur mit Sondergenehmigung erlaubt. Prüfe immer Landesfischereigesetz und Gewässerordnung, bevor du einen Setzkescher einsetzt.

Worauf muss ich beim Setzkescher achten?

Auf ein knotenloses, großmaschiges und ausreichend großes Netz, waagerechte Platzierung im kühlen, sauerstoffreichen Wasser und darauf, ihn nicht zu überfüllen.

Was ist die Alternative zum Setzkescher?

Direkt am Fang entscheiden: verwertbaren Fisch waidgerecht töten, geschützten oder untermaßigen Fisch schonend zurücksetzen. Das umgeht die rechtliche Grauzone vollständig.

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RA
Redaktion angelguide.de

Schreibt für angelguide.de über Ausrüstung.

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