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Quappe angeln (Rutte): der Winterfisch der kalten Nächte

Die Quappe – auch Rutte, Aalquappe oder Trüsche genannt – ist der einzige Dorschartige in unseren Süßgewässern und der Winterfisch schlechthin. Während fast alle anderen Arten in der Kälte träge werden, hat die Quappe im Hochwinter ihre aktivste Zeit: Sie laicht unter Eis und frisst in den kältesten Nächten des Jahres.

Die beste Zeit: Hochwinter und Nacht

Anders als bei jedem anderen heimischen Fisch ist die Hauptsaison der Winter von Dezember bis Februar – und zwar nachts. Quappen sind ausgeprägt nachtaktiv und beißen am besten bei eisigen Temperaturen, oft sogar bei Schneetreiben. Sie leben am Grund von Flüssen und tiefen Seen und stehen gern an Strukturen wie Steinpackungen, Mündungen und tiefen Rinnen.

Methoden und Köder

Quappen werden klassisch mit dem Grundangeln befischt – eine simple Grundmontage mit Köderfischfetzen, Fischstücken oder einem Bündel Tauwürmer direkt auf dem Gewässergrund. Da der Biss oft zaghaft ausfällt, hilft ein empfindlicher Bissanzeiger oder eine Aalglocke. Mehrere Ruten an verschiedenen Stellen erhöhen beim Nachtangeln die Chancen, den Fisch zu finden.

Ausrüstung und Schonzeit

Robuste Grundruten, warme Kleidung und eine gute Lampe sind beim winterlichen Nachtansitz Pflicht. Wichtig: Die Quappe ist in vielen Gewässern selten geworden und steht regional unter Schutz – Schonzeiten und Mindestmaße sind je nach Bundesland unterschiedlich und teils gilt sogar ein Fangverbot. Informiere dich vor dem Angeln über die aktuell gültigen Vorgaben deines Gewässers.

Fazit

Quappenangeln ist Angeln gegen den Strom der Jahreszeit: Wenn alle anderen einpacken, beginnt hier die Saison. Wer die kalten Nächte nicht scheut, fängt einen seltenen, schmackhaften Spezialisten. Mehr im Steckbrief Quappe (Rutte).

Häufige Fragen

Wann fängt man Quappen?

Im Hochwinter von Dezember bis Februar, und zwar nachts. Die Quappe ist der einzige heimische Fisch mit Hauptsaison im tiefsten Winter.

Welcher Köder für Quappe?

Eine Grundmontage mit Köderfischfetzen, Fischstücken oder einem Bündel Tauwürmer direkt auf dem Gewässergrund. Ein empfindlicher Bissanzeiger hilft beim oft zaghaften Biss.

Ist die Quappe geschützt?

In vielen Gewässern ist die Quappe selten geworden und steht regional unter Schutz – Schonzeiten und Mindestmaße sind je nach Bundesland unterschiedlich, teils gilt ein Fangverbot. Vorab prüfen.

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RA
Redaktion angelguide.de

Schreibt für angelguide.de über Raubfisch.

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