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Sauerstoff im Wasser: Wo die Fische Luft holen

Fische atmen den im Wasser gelösten Sauerstoff - und der ist nicht überall gleich. Gerade im Hochsommer wird der Sauerstoffgehalt zum entscheidenden Faktor dafür, wo Fische stehen und ob sie überhaupt fressen. Wer die sauerstoffreichen Zonen kennt, findet die aktiven Fische.

Warm = wenig Sauerstoff

Kaltes Wasser kann mehr Sauerstoff lösen als warmes. Im Hochsommer sinkt der Gehalt deshalb, besonders in flachen, stehenden und stark bewachsenen Gewässern. Nachts zehren zudem die Wasserpflanzen Sauerstoff - die kritischste Zeit ist oft der frühe Morgen nach einer warmen, windstillen Nacht.

Wo das Wasser sauerstoffreich ist

  • Einläufe und Zuflüsse: frisches, kühles, bewegtes Wasser.
  • Wehre, Stromschnellen und Brandung: Verwirbelung reichert Sauerstoff an.
  • Windzugewandtes Ufer: Wellen tragen Sauerstoff ein - hier sammeln sich oft die Fische.

Wann es kritisch wird

Bei lang anhaltender Hitze, Algenblüten und nachts kann der Sauerstoff so weit sinken, dass Fische an die Oberfläche kommen ("nach Luft schnappen") oder im Extremfall sterben (Fischsterben). Dann sollte man die Fische nicht zusätzlich stressen und besonders schonend behandeln.

Häufige Fragen

Warum ist Sauerstoff im Sommer knapp?

Weil warmes Wasser weniger Sauerstoff lösen kann als kaltes - besonders in flachen, krautreichen Stillgewässern. Nachts zehren zusätzlich die Pflanzen Sauerstoff.

Wo finde ich sauerstoffreiches Wasser?

An Einläufen und Zuflüssen, unter Wehren und in der Brandung sowie am windzugewandten Ufer, wo Wellen Sauerstoff eintragen. Dort stehen oft die aktiven Fische.

Was bedeutet es, wenn Fische an der Oberfläche schnappen?

Meist Sauerstoffmangel. Bei Hitze und Algenblüte kann der Gehalt kritisch sinken. Dann die Fische nicht zusätzlich stressen und besonders schonend behandeln.

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RA
Redaktion angelguide.de

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