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Angeln an der Donau - Entdecke diese 5 faszinierenden Angel-Orte

Die Donau ist nach der Wolga der zweitlängste Fluss Europas und in Deutschland ein außergewöhnlich vielseitiges Revier. Sie entspringt in Baden-Württemberg, durchzieht Süddeutschland und verlässt das Land hinter Passau. Vom kühlen, salmonidengeprägten Oberlauf bis zur großen, räuberreichen Stromregion ist für nahezu jede Angelweise etwas dabei. Dieser Überblick zeigt die Abschnitte, die Zielfische, die Bewirtschaftung und den Weg zur Erlaubnis.

Die wichtigsten Abschnitte an der Donau

Oberlauf in Baden-Württemberg

Im Oberlauf ist die Donau klarer und kühler und gehört abschnittsweise zur Forellen- und Äschenregion. Hier sind Bachforelle, Regenbogenforelle, Äsche und Bachsaibling zu erwarten, dazu Döbel und Barbe.

Bayerische Donau

Weiter flussab wird die Donau zum großen Strom der Barben- und Brachsenregion. Typisch sind Barbe, Nase, Rotauge und Brassen sowie kräftige Räuber wie Zander, Hecht, Wels und Aal. Eine Besonderheit ist der Huchen, der „Donaulachs".

Realistische Zielfische an der Donau

Das Artenspektrum reicht vom Salmoniden bis zum Großwels:

  • Oberlauf: Bachforelle, Regenbogenforelle, Äsche und Bachsaibling.
  • Strömungsfische: Barbe, Nase, Döbel und Rotauge.
  • Raubfische: Zander, Hecht, Wels und Aal, dazu die Quappe.
  • Huchen (Donaulachs): die ikonische, streng geschützte Leitart der Donau.

Methoden, die an der Donau funktionieren

Im Oberlauf sind Fliegenfischen und leichtes Strömungsangeln auf Forelle und Äsche verbreitet. In der großen Stromregion funktionieren Feederangeln auf Barbe und Friedfisch, Spinnfischen auf Zander und Barsch sowie das Ansitzangeln auf Wels. Das Angeln mit lebendem Köderfisch ist verboten.

Bewirtschaftung und Erlaubnisscheine

Die Donau führt durch Baden-Württemberg und Bayern; die einzelnen Strecken sind an Vereine und Bewirtschafter verpachtet. Du brauchst stets den staatlichen Fischereischein und zusätzlich einen gewässerbezogenen Erlaubnisschein (Tages-, Wochen- oder Jahreskarte) für den konkreten Abschnitt. Beachte, dass die jeweilige Gewässerordnung strenger sein kann als die allgemeine Landesregel. In Bayern setzt der Fischereischein eine Prüfung mit umfangreichem Lehrgang voraus.

Ausrüstung und Montagen

  • Oberlauf: Fliegenrute oder feines Spinngerät für Forelle und Äsche im klaren, strömenden Wasser.
  • Stromregion: Feederrute auf Barbe und Friedfisch, kräftige Spinnrute auf Zander mit bissfestem Vorfach.
  • Wels: schweres Ansitz- oder Spinngerät für die großen Räuber.

Gute Angelstellen erkennen

Im Oberlauf verraten tiefe Gumpen, Kehrwasser hinter Steinen und Strömungskanten die Standplätze von Forelle, Äsche und Döbel. In der großen Stromregion sind Buhnen, Kolke, Mündungen von Zuflüssen und Bereiche an Staustufen erfolgversprechend. Übergänge von schnellem zu ruhigem Wasser konzentrieren Nahrung und damit auch Fische – ein prüfender Blick auf die Strömung lohnt sich vor jedem Ansitz.

Saisonale Orientierung

In den Forellenabschnitten liegt der Schwerpunkt in der wärmeren Jahreshälfte, im Rahmen der jeweiligen Schonzeiten. In der Stromregion sind Barbe und Wels im Sommer aktiv, während der Herbst die beste Zeit für Zander und Hecht ist. Die Quappe ist ein Fisch der kalten Monate. Schonzeiten sind regional geregelt und vor dem Angeln zu prüfen.

Tipps für erfolgreiche Touren

An der Donau richtet sich die Taktik nach dem Abschnitt: Im klaren Oberlauf beißen Forelle und Äsche am besten in den Morgen- und Abendstunden, oft auf die Fliege. In der großen Stromregion ist der Wels im Sommer vor allem nachts aktiv, während Zander und Hecht im Herbst gut laufen und die Quappe ein Fisch der kalten Monate ist. Da die Gewässerordnung strenger sein kann als die Landesregel, lohnt vor jeder Tour ein Blick in die Bestimmungen.

Regeln, Schonzeiten und Rücksicht

Schonzeiten, Mindestmaße und Entnahmeregeln sind regional festgelegt; maßgeblich sind der Erlaubnisschein und das jeweilige Landesfischereigesetz. Besonders streng geschützt ist der Huchen mit langer Schonzeit und großem Schonmaß – im Zweifel gilt: schonend zurücksetzen. Bundesweit gelten das Verbot des lebenden Köderfischs und der waidgerechte Umgang mit dem Fang.

Kescher, Lösezange und Maßband gehören zur Grundausstattung, um Fische schnell und schonend zu versorgen und geschützte Arten wie den Huchen unbeschadet zurückzusetzen. Ob ein Setzkescher erlaubt ist und wie viele Ruten geführt werden dürfen, regelt der jeweilige Erlaubnisschein bzw. die Gewässerordnung. Diese kann strenger sein als die allgemeine Landesregel – prüfe sie vorab.

FAQ

Was ist der Huchen?

Der Huchen, auch „Donaulachs" genannt, ist ein großer, lachsartiger Raubfisch und die ikonische Leitart der Donau. Er ist streng geschützt; Schonzeit und Schonmaß sind regional festgelegt.

Welche Fische gibt es im Oberlauf der Donau?

Vor allem Salmoniden wie Bachforelle, Regenbogenforelle und Äsche sowie Bachsaibling, dazu Döbel und Barbe.

Brauche ich für jeden Abschnitt eine eigene Karte?

Ja, in der Regel. Die Strecken sind an verschiedene Vereine verpachtet; du brauchst neben dem Fischereischein einen Erlaubnisschein für den jeweiligen Abschnitt.

Eignet sich die Donau zum Welsangeln?

Ja. In der großen Stromregion ist der Wels gut vertreten und ein beliebtes Ziel beim Ansitz- und Spinnangeln.

Wann ist die beste Zeit zum Angeln an der Donau?

In den Forellenabschnitten die wärmere Jahreshälfte, in der Stromregion der Sommer für Barbe und Wels und der Herbst für Zander und Hecht – jeweils im Rahmen der regionalen Schonzeiten.

Brauche ich an der Donau eine Prüfung?

Ja. In Baden-Württemberg und Bayern setzt der Fischereischein eine bestandene Fischerprüfung voraus. Zusätzlich brauchst du einen Erlaubnisschein für den jeweiligen Abschnitt.

Wie unterscheidet sich das Angeln am Ober- und Unterlauf der Donau?

Der Oberlauf in Baden-Württemberg ist klar, kühl und salmonidengeprägt – hier dominieren Forelle und Äsche, oft mit der Fliege befischt. Weiter flussab wird die Donau zum großen Strom mit Barbe, Nase, Zander, Hecht und Wels. Entsprechend wechseln Methoden und Gerät vom leichten Strömungsangeln zum kräftigen Feeder-, Spinn- und Wallergerät.

RA
Redaktion angelguide.de

Schreibt für angelguide.de über Reviere & Reisen.

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